Telekom schaltet Vectoring-Anschlüsse für über 100.000 Haushalte frei

Von Christian Kahle am 25.11.2019 14:45 Uhr
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Die Deutsche Telekom konnte nach der jüngsten Vodafone-Mitteilung zum Fest­netz-Ausbau natürlich nicht schweigen. So verkündete das Un­ter­neh­men nun, dass man auch beim Vectoring wieder einen großen Schritt ge­macht hat.

Ab heute sind den Angaben zufolge über hunderttausend Haushalte zusätzlich in der Lage, DSL-Anschlüsse mit einem Downstream von bis zu 100 Megabit pro Sekunde zu buchen. Die Telekom kann bei diesen Anbindungen einen Upstream von bis zu 40 Megabit pro Sekunde bieten. Das ist letztlich nur wenig weniger, als Vodafone bei seinen so genannten Gigabit-Anschlüssen über das Fernsehkabel schafft, bei denen höchstens 50 Megabit pro Sekunde im Upstream erreicht werden.

Insgesamt schaltete die Telekom jetzt 102.000 weitere Haushalte für die mit DSL-Vectoring realisierten Anbindungen frei. Um das zu schaffen, muss nicht nur passende Technik installiert sein, es sind auch formale Probleme zu lösen. Der Anbieter muss beim Vectoring nämlich alle Anbindungen im Verteilerkasten unter seiner Kontrolle haben, um das Signal-Management hinzubekommen. Sonst würden Interferenzen für zu umfassende Störungen sorgen.

Viele kleine Orte

Die meisten neuen Vectoring-Anbindungen wurden in Konstanz freigeschaltet - über 20.000 Haushalte können hier nun zusätzlich bedient werden. Mehr als 10.000 kommen in Halle (Saale) dazu. In der Liste folgen Bielefeld mit 8.600 Haushalten, Mössingen mit 6.300 Haushalten, Weißwasser/Oberlausitz mit 5.200 Haushalten und Schönenberg-Kübelberg mit 5.000 Haushalten.

Aber auch zahlreiche kleinere Orte werden mit der neuen Stufe zusätzlich versorgt. Telekom-Chef Tim Höttges betonte, dass kein anderes Unternehmen so stark in den Breitbandausbau im ländlichen Raum investiere wie die Telekom. Auf der anderen Seite gibt es hingegen immer wieder den Vorwurf, dass der Konzern sich doch sehr lange Zeit lässt, aber dann schnell aktiv wird, wenn beispielsweise ein kleinerer lokaler Anbieter den Ausbau stemmen will - denn dann wäre die Telekom nur in der Lage ihre Kunden zu bedienen, wenn sie von dem Konkurrenten Leitungen anmietet.

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