"Gehackte" Konten bei Disney+: Der Plattform-Betreiber hat Mitschuld

Von Witold Pryjda am 22.11.2019 15:41 Uhr
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Der neue Streaming-Dienst des Disney-Konzerns ist vor rund eineinhalb Wochen gestartet und hat auch gleich riesiges Interesse auf sich gezogen. Das gilt aber nicht nur für Film- und Serien-Fans, sondern auch Hacker. Denn die haben schnell Konten übernommen. Bloß, wie?

Vergangenes Wochenende, also nur wenige Tage nach dem Start, gab es erste Berichte, dass Hacker tausende Disney+-Nutzerkonten übernehmen konnten. Diese werden dann in den dunklen Ecken des Internets zum Verkauf angeboten und schnell hat die Suche nach den Verantwortlichen begonnen. Dabei gab es natürlich auch die Frage, ob Disney etwas dagegen tun kann oder den Fremdzugriff verhindern hätte können.

Denn der Micky-Maus-Konzern verwies inzwischen darauf, dass man gar nicht gehackt wurde, sondern die Angreifer bereits bekannte Nutzer/Passwort-Kombinationen verwendet hätten, um Zugriff auf die betroffenen Konten zu erhalten. Gegenüber Variety ließ Disney ausrichten, dass es für einen unerlaubten Zugriff auf die Systeme von Disney keine Hinweise oder Beweise gebe.

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Keine (schwachen) Passwörter recyceln!

Zu diesem Schluss kommt auch der Antiviren-Anbieter Bitdefender (via Tarnkappe): Die Sicherheitsexperten schreiben, dass wie so oft "schwache Passwörter" dafür verantwortlich waren. Dabei werden "milliardenfach" online verfügbare Login-Daten verwendet, die "Hacker" probieren diese einfach automatisiert aus. Und haben bei diesen billigen Kaper-Versuchen auch Erfolg, im Fall von Disney+ konnte man offenbar mehr als 10.000 Konten übernehmen.

Das ist laut Bitdefender nicht die Schuld von Disney, dennoch spricht man den Plattformbetreiber nicht komplett frei. Denn Disney bietet für seinen Streaming-Dienst keine Zwei-Faktor-Verifizierung an, damit hätte man den Kunden viele Unannehmlichkeiten ersparen können. Den Nutzern empfiehlt man jedenfalls starke Passwörter und mahnt sie, Passwörter niemals mehrfach zu verwenden.

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