Ausgebrannter Tesla wird nach vielen Wochen wohl endlich entsorgt

Von Witold Pryjda am 21.11.2019 13:42 Uhr
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Tesla ist schon seit einer ganzen Weile der Vorreiter in Sachen Elektro­mobilität. Doch der Autobauer und auch die Technik sind umstritten, vor allem weil die Akkus problematisch sein können. Vor allem dann, wenn es um Unfälle geht. Das musste nun ein Tiroler erleben - wochenlang.

Der Tiroler Dominik Freymuth war am 4. Oktober auf der Straße zwischen Kössen und Walchsee als er die Kontrolle über seinen Tesla verlor und von der Straße abkam. Das Auto fing bei diesem Unfall Feuer und brannte vollständig aus. Die Feuerwehr übernahm die "Erstversorgung" und lagerte den Wagen laut einem Bericht des ORF Tirol drei Tage lang in einem gekühlten Spezialcontainer. Grund für diese Vorsicht waren die beschädigten Lithium-Ionen-Akkus des Teslas.


Niemand fühlte sich zuständig

Für den Besitzer begann nach dem Unfall eine Entsorgungs-Odyssee, die zwar noch immer nicht abgeschlossen ist, aber zumindest ein Stück weitergekommen ist. Denn für die Entsorgung fühlt sich bisher im Wesentlichen niemand zuständig. Anfangs hieß es zwar seitens Tesla, dass man eine "problemlose Entsorgung" des Fahrzeugs zusichern kann, doch das stellte sich als falsch heraus.

Das lag daran, dass ein damit beauftragtes österreichisches Entsorgungsunternehmen keine Lizenz für Tesla-Fahrzeuge hatte. Damit begannen für Freymuth die Probleme bzw. die Suche, denn niemand wollte ihm sein Wrack abnehmen. Einerseits sind beschädigte Lithium-Batterien wegen Brandempfindlichkeit ein Gefahrenstoff, andererseits haben normale Entsorger bislang kaum bis keine Erfahrung, wie sie damit umgehen sollen.

Der Wagen stand deshalb sechs Wochen lang auf dem Gelände eines Abschleppunternehmers aus Walchsee. Gestern ließen sich dann doch Tesla-Experten dort blicken, um die Batterie des Wagens auszubauen und Entsorgungsmaßnahmen anzugehen. Sollte das nicht gelingen, dann hat eine Firma namens Seda als "Plan B" Spezialbehälter entwickelt und geprüft, dort soll der Akku verstaut und danach entsorgt werden. Wer die Kosten für diesen "Spaß" trägt, ist übrigens nicht bekannt.
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