Apple: Wir verdienen überhaupt nichts an Mac- und iPhone-Reparaturen

Von Christian Kahle am 21.11.2019 10:27 Uhr
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Auch der Computerkonzern Apple steht seit einiger Zeit im Visier der US-Wettbewerbshüter. Gegenüber Abgeordneten rechtfertigte das Un­ter­neh­men nun einige Geschäftsgebaren - so beispielsweise die Abschottung von freien Reparatur-Werkstätten.

Apple stellte gegenüber dem Justiz-Ausschuss des US-Repräsentantenhauses nun klar, dass man die Regelungen bezüglich der Reparaturen eigener Geräte keinesfalls so festgelegt habe, um sich an aufgetretenen Defekten auch noch zu bereichern. In den Bilanzen schlüge sich der Bereich zumindest nicht gerade mit einem Überschuss nieder.

"Die Kosten der Reparatur-Services haben den Umsatz, der mit Reparaturen generiert wird, übertroffen", führte Apple in dem Schreiben aus. Und das gelte im Grunde für alle Geschäftsjahre des Zeitraums, der untersucht werden soll. Die Kritik richtete sich hier stets gegen die Tatsache, dass Apple nur Reparaturen akzeptiert, die von eigenen Werkstätten oder Partnern durchgeführt werden - und auch nur diese bekommen originale Ersatzteile geliefert

Alles nur für den Nutzer

Entsprechend stand natürlich der Verdacht im Raum, dass Apple hier ein Reparatur-Kartell betreibt, durch das sogar aus nicht funktionierenden Geräten noch ordentlich Profit geschlagen werden kann. Apple betont hingegen stets, dass es bei den Restriktionen ausschließlich um Qualitätsfragen gehe. Das deckt sich im Grunde auch mit der Praxis, dass das Unternehmen bei der Behebung von Defekten, insbesondere bei strittiger Garantie, oft sehr kulant ist.

Aber auch diverse andere Regelungen stehen auf dem Prüfstand der Wettbewerbshüter und Apple versucht, die Verdächtigungen zu entkräften. Ein weiter Punkt ist hier beispielsweise die Verpflichtung, dass sämtliche Browser auf der iOS-Plattform auf dem Webkit-Framework beruhen müssen. Hier gehe es nicht etwa darum die eigene Engine durchzusetzen, sondern Probleme für den Datenschutz und die Systemsicherheit zu minimieren. Die gleiche Begründung wird auch angeführt, wenn es um die Frage ging, warum nicht auch Apps von Drittherstellern als Standard-Dienst auf dem iPhone eingestellt werden können.

Siehe auch: Apple lässt die Hölle zufrieren: Mehr Teile für unabhängige Reparaturen
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