Amazon: Neuer Spiele-Streaming-Dienst soll 2020 vorgestellt werden

Von Stefan Trunzik am 21.11.2019 08:10 Uhr
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Die Gerüchte rund um einen neuen Spiele-Streaming-Dienst des Online-Händ­lers Amazon verdichten sich. Weitere Quellen deuten darauf hin, dass der Konzern seine Cloud-Gaming-Pläne in Verbindung mit Twitch im kom­menden Jahr 2020 vorstellen könnte.

Bereits im Januar berichteten wir über eine mögliche Gaming-Plattform, die das Streamen von Spielen über die hauseigenen Server der Amazon Web Services (AWS) ermöglichen soll. Nachdem Google Stadia und Microsoft xCloud bereits jetzt den Weg in eine Zukunft des Cloud-Gamings ebnen, scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis auch Amazon auf den Zug aufspringt. Die Kollegen von CNET sprechen dabei aktuell von zwei neuen, gut in­for­mier­ten Quellen, die den Startschuss eines möglichen "Amazon Prime Gaming"-Dienstes für das kommende Jahr 2020 voraussagen.

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Der Preis ist heiß und das Spiele-Angebot muss passen

Amazon überzeugt schon jetzt mit einer passenden Infrastruktur, die unter anderem die Spie­le­ser­ver bekannter Titel wie Fortnite beherbergt. Zudem hat der Online-Händler nach dem Kauf der Live-Streaming-Plattform Twitch im August 2014 eine entsprechend große Ga­ming-Community übernommen, in die man den kom­men­den Cloud-Ga­ming-Dienst in­te­grie­ren könnte. Weiterhin werden die Gerüchte von diversen Stel­len­aus­schrei­bun­gen an­ge­heizt. So ist Amazon derzeit unter anderem auf der Suche nach einem "Principal Product Leader" für eine neue AWS-Gaming-Initiative.

Neben den technischen Voraussetzungen dürfte vor allem das Spiele-Portfolio und die Preis­ge­stal­tung über den Erfolg der möglichen Spiele-Streaming-Plattform entscheiden. Eine Ver­bin­dung mit der Amazon Prime-Mitgliedschaft und die Etablierung einer Art Gaming-Flat­rate im Stile des Xbox Game Pass könnte Spieler weltweit überzeugen. Ähnlich versucht sich Microsoft mit xCloud am Markt zu etablieren, dessen Ziel es ist, sämtliche Xbox-Spiele auch abseits der klassischen Konsolen und PCs auf Smartphones und Tablets zu streamen. Google Stadia hingegen hat sich für ein anfangs kostenpflichtiges Abo-Modell und ein geschlossenes Ökosystem samt eigenem Store entschieden.

Somit wird im nächsten Jahr nicht nur eine neue Generation von Spielekonsolen erwartet. Neben der PlayStation 5 (PS5) und der Xbox Project Scarlett werden sich diverse neue Player am Markt zeigen, die mit ihren Spiele-Streaming-Services um die Gunst der Gamer kämpfen.

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