Taylor Swift hetzt Fans auf Musikmanager, die werden nun gedoxt

Von Witold Pryjda am 15.11.2019 14:55 Uhr
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Die US-Sängerin Taylor Swift ist der derzeit größte Popstar des Planeten. Auf Twitter hat sie 85 Millionen Follower, auf Instagram sind es sogar 122 Millionen Fans. Entsprechend folgenschwer ist alles, was die 29-Jährige sagt und schreibt. Womöglich hat sie nun aber Grenzen überschritten.

Der aktuelle "Hilferuf" von Swift klingt eigentlich harmlos und wird auch von den meisten Mainstream-Medien kommentarlos geteilt. So schreibt die Sängerin in einem mehrteiligen Tweet, dass sie nicht mehr weiß, was sie tun soll. Denn eigentlich wolle sie nur ihre eigenen Songs bei einem Medley bei den American Music Awards spielen sowie auch in einer geplanten Netflix-Dokumentation verwenden.

"Lasst sie wissen, was ihr fühlt"

Das dürfe sie aber nicht, da ihr das Scott Borchetta, der Chef ihres ehemaligen Musiklabels, und sein aktueller Mitstreiter Scooter Braun, verbieten würden. Die beiden besitzen die Rechte an den frühen Aufnahmen Swifts. Die Sängerin bat ihre Fans um Hilfe, denn diese sollten Borchetta und Braun "wissen lassen, wie sie fühlen".



Zum Wie äußerte sich Swift allerdings nicht, ob bewusst oder aus Naivität sei an dieser Stelle hingestellt. Die Fans kamen dem Anruf nach und so mancher überschritt dabei die Grenzen des Legalen. Denn schnell fanden sich einige, die auf sozialen Netzwerken die privaten Kontaktdaten der beiden Musikmanager veröffentlichten, laut The Verge waren es unter anderem deren Telefonnummern und private Wohnadressen.

Doxen

Das nennt man Doxen und diese Art der Veröffentlichung privater Daten kann durchaus nach hinten losgehen. Denn so mancher Fan ist bereit, für "seinen" Star wortwörtlich alles zu tun, und dann kann es gefährlich werden. Das beginnt bei belästigenden Anrufen und kann zum so genannten Swatting oder sogar direkten Angriffen führen.

Man kann Swifts Frustration darüber, dass sie ihre eigene Musik nicht besitzt bzw. aufführen darf, sicherlich verstehen, der Superstar verhält sich hier aber nicht gerade vorbildlich, sondern vielmehr fahrlässig. Laut Instagram verstößt ihr Aufruf aber nicht gegen die Richtlinien, Twitter hat sich bislang nicht dazu geäußert.
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