Neue Gigafactory: Tesla baut und entwickelt Elektroautos bald in Berlin

Von Roland Quandt am 13.11.2019 01:14 Uhr
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Seit Wochen wurde spekuliert, jetzt ist es offiziell: Tesla baut ein neues Werk für Elektroautos und die dazugehörigen Batterien in Berlin. Genauer gesagt wohl in der Nähe von Berlin, doch die Hauptstadt selbst soll auch ein Entwicklungs- und Designzentrum bekommen.

Tesla-Chef Elon Musk gab im Rahmen einer Preisverleihung in Berlin bekannt, dass man die Hauptstadt und damit auch Deutschland als vierten Standort für eine sogenannte "Gigafactory" auserkoren hat. Künftig sollen in der Region um Berlin und in der Stadt selbst neue Tesla-Fahrzeuge gebaut beziehungsweise entwickelt werden. Auch die Akkufertigung soll in der Umgebung der deutschen Hauptstadt erfolgen.

Tesla Model 3

Musk lobte während einer Ansprache die deutsche Ingenieurskunst als einen der Gründe für die Entscheidung, die von ihm so genannte Gigafactory Europe in Deutschland anzusiedeln. In Berlin selbst wolle man ein "Engineering and Design Center" einrichten, weil es hier mit "die beste Kunst der Welt" gebe, so der Milliardär weiter. Auf Nachfrage erklärte Musk, dass das neue Tesla-Werk in der Nähe des Flughafens Berlin-Brandenburg in Schönefeld beheimatet sein werde.

Der Bau des neuen Tesla-Werks soll offenbar schon bald anlaufen, denn Musk machte auch Angaben darüber, welche Fahrzeuge in Berlin bzw. dem brandenburgischen Umland gebaut werden sollen. So werde man mit dem kommenden "Model Y" die Produktion aufnehmen, während auch das relativ günstige "Model 3" an dem neuen Standort gefertigt werden soll. Das Tesla Model Y ist ein sogenanntes "Crossover SUV", also eine Art kompakter "Geländewagen" für die Stadt.

Der Tesla-Chef erwog schon seit Jahren den Bau eines Fahrzeugwerks in Europa. Nach der Übernahme des deutschen Zulieferers Grohmann Engineering hatte er mehrfach suggeriert, dass sich ein solches Werk in Deutschland befinden solle. Von einem deutschen Standort würde das Unternehmen auch deshalb profitieren, weil man sich dadurch die Kosten für den Export von Teslas aus den USA sparen könnte. Auch gegen eventuelle Einschränkungen bei Import und Export von Teilen und Fahrzeugen dürfte man künftig besser abgesichert sein.
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