Blizzard muss aufpassen: Die treuen Fans tragen das Geschäft

Von Christian Kahle am 11.11.2019 12:44 Uhr
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Der Spielehersteller Activision Blizzard durchlebt aktuell eine ziemlich bewegte Zeit. Auf der einen Seite stehen eine glänzende Hausmesse und starke Bilanzen, auf der anderen sorgt nicht nur der Umgang mit Hongkong für Frust bei den Fans.

Unmut kam auch in Sachen Preisgeld bei jüngsten Turnieren auf. Auf der BlizzCon winkten den Gewinnern des Mythic Dungeon International so hohe Preise wie noch nie. Zu den 500.000 Dollar, die das Unternehmen selbst stellte, sollten nicht einmal 660.000 Dollar durch die Community kommen. Am Ende gab es dann aber doch nicht den vollen Pool von über einer Million Dollar, auf die sich die World of Warcraft-Akteure eigentlich gefreut hatten.

Es soll schlicht darum gegangen sein, dass die Preisgelder hier nicht höher sein sollten als beim Hearthstone Grandmasters. Denn dieses wird eher als das eigentliche Wettkampf-Game geführt. Ob da aber eine höhere Ausstattung des WoW-Bereichs negative Auswirkungen haben dürfte, ist unklar. Zumindest kam die Geschichte bei Fans und Teilnehmern nicht sonderlich gut an.

Die originalen World of Warcraft-Entwickler spielen WoW Classic
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Geschäfte laufen gut

Und obwohl es in letzter Zeit zu einigen Negativ-Schlagzeilen kam, kann sich das Unternehmen nicht über Effekte auf die Geschäfte beschweren. Denn die laufen wirklich hervorragend. 1,28 Milliarden Dollar Umsatz kamen im dritten Quartal immerhin zusammen, was deutlich über den zuvor gesetzten Zielen lag.

Förderlich war dabei vor allem das World of Warcraft Classic-Angebot. Dieses habe nach Angaben des Publishers die Abonnement-Zahlen in ungeahnter Stärke nach oben getrieben. Hier zeigt sich durchaus, wie wichtig die langjährigen Fans für den geschäftlichen Erfolg Blizzards sind. Und diese kann man eben nicht einfach nur binden, indem regelmäßig neue Entwicklungen auf den Markt geworfen werden, sondern es sind Bindungen in die Tiefe nötig.

Das führte letztlich entsprechend zu deutlich höheren Gewinnen als erwartet. Am Ende konnte das Unternehmen 0,26 Cent pro Aktie ausweisen. Die Prognosen hatten lediglich bei 5 Cent gelegen. Damit liegen die Zahlen zwar unter den Vorjahreswerten, doch sind diese aufgrund der sehr releaseabhängigen Effekte im Gaming-Bereich oft nicht so einfach zu vergleichen.

Siehe auch: BlizzCon: Blizzard entschuldigt sich (endlich), Proteste gab es dennoch
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