Windows 10 on ARM stirbt leise: Sägt Samsung seinen Flaggschiff-Laptop ab?

Von Roland Quandt am 06.11.2019 19:35 Uhr
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Microsoft hat ein Problem mit Windows 10 auf ARM-Plattformen. Nach den enttäuschenden Testergebnissen der US-Presse im Zuge der Einfüh­rung des Surface Pro X scheint nun der Launch des Flaggschiff-Produkts Samsung Galaxy Book S in der geplanten Form ins Wasser zu fallen.

Kollege Martin "Dr. Windows" Geuß hat bei Samsung nachgefragt und dabei zu hören bekommen, dass sich der Launch des Galaxy Book S verschiebt. Das Gerät wurde gerade erst auf der IFA 2019 noch einmal in den Mittelpunkt gerückt, ist es doch das erste Notebook im klassischen Clamshell-Design, bei dem der neue Qualcomm Snapdragon 8cx Octacore-SoC auf ARM-Basis in Verbindung mit Windows 10 zum Einsatz kommt.

Samsung Galaxy Book S Hands-On: Erster Laptop mit Snapdragon 8cx
Das Galaxy Book S soll nach Angaben von Samsung nun erst im kommenden Jahr auf den Markt kommen, wobei dann auch eine Einführung in Deutschland geplant ist. Allerdings gibt es dabei wohl einen Haken - Intel hatte kürzlich erwähnt, dass Samsung ein Galaxy Book S mit der neuen "Lakefield"-Plattform plant. Dass es zwei verschiedene Versionen dieses Notebooks mit zwei verschiedenen Plattformen geben wird, ist allerdings eher unwahrscheinlich.

Samsung Galaxy Book S

Daher drängt sich nun der Verdacht auf, dass Intel es einmal mehr gelungen ist, einen großem Hardware-Partner von der Einführung eines PCs mit Windows 10 unter Verwendung der Qualcomm-Prozessoren abzubringen. Ähnliches geschah auch schon beim Lenovo C630, das einst mit dem Snapdragon 850 erscheinen sollte, aber nie wirklich in dieser Form auf den Markt kam. Heute ist das Gerät stattdessen mit einem Intel-Chip zu haben.

Damit bleibt Microsoft mit dem Surface Pro X wohl mittelfristig der einzige Anbieter, der eine Art PC mit Windows 10 auf ARM und dem Snapdragon 8cx auf den Markt bringt. Das ARM-basierte neue Modell der Surface-Pro-Serie soll in Kürze auch in Deutschland starten, fing sich aber direkt zum Start enttäuschende Reviews von US-Journalisten ein. Diese bemängelten einmal mehr, dass die Performance hinter den großen Versprechungen von Microsoft und Qualcomm zurückblieb, weil die emulierten Apps einfach nicht so laufen, wie man es erhofft hatte.
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