Xiaomi Mi Note 10: 108-Megapixel-Smartphone zum Premium-Preis

Von Roland Quandt am 06.11.2019 15:19 Uhr
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Das ging schnell: Mit dem Xiaomi Mi Note 10 (Pro) hat der chinesische Hersteller die europäische Version seines erst gestern in China präsen­tierten Mi CC9 Pro vorgestellt. Natürlich kommt auch hier erstmals ein Kamerasensor mit 108 Megapixel zum Einsatz.

Das Xiaomi Mi Note 10 gibt es in zwei Varianten. Der Unterschied besteht im Speicher und der Optik der Hauptkamera - im Pro-Modell steckt mehr RAM und mehr interner Flash-Speicher und die Kamera hat eine Linse mehr. Abgesehen davon handelt es sich, wie bereits gestern berichtet, um gut ausgestattete Mittelklasse-Smartphones, wobei Xiaomi sich die extrem hochauflösende Kamera in Europa gut bezahlen lässt: Der Einstiegspreis liegt mit 549 Euro auf Oberklasse-Niveau.

Xiaomi Mi CC9 Pro

Genau dies könnte das Xiaomi Mi Note 10 (Pro) hierzulande zu einem Nischenprodukt machen, auch wenn der zusammen mit Samsung entwickelte ISOCell Bright HMX Kamerasensor mit seinen 108 Megapixeln Auflösung bei einer Pixelkantenlänge von 0,8 Mikrometern in Kombination mit einem Vier-Achsen-Bildstabilisator und einer sieben- bzw. achtteiligen Linse sicherlich in der Lage ist, sehr ordentliche Fotos zu liefern.

Xiaomi Mi CC9 Pro

Tatsächlich bescheinigten die Experten von DXOMark dem baugleichen Mi CC9 Pro bereits, dass man mit 132 Punkten für die Aufnahme von Fotos sogar das hochgelobte und deutlich teurere Huawei Mate 30 Pro in den Schatten stellt, das auf 130 Punkte kam. Auch die anderen Kameras des Xiaomi Mi Note 10 Pro dürften dabei einen Teil beitragen, hat doch auch die Zoom-Linse mit ihren fünf Megapixeln einen in Hardware umgesetzten Bildstabilisator. Hinzu kommen auch noch eine 20-Megapixel-Kamera mit Ultraweitwinkeloptik und eine normale Zoom-Kamera mit zweifacher Vergrößerung sowie eine Makrolinse.

Abgesehen davon bietet das Xiaomi Mi Note 10 (Pro) ein 6,47 Zoll großes AMOLED-Panel mit 2340x1080 Pixeln und leicht nach hinten gewölbten Rändern, in dessen kleiner "Notch" am oberen Rand die mit 32 Megapixeln auflösende Frontkamera von Samsung beheimatet ist. Der Fingerabdruckleser unter der Display-Oberfläche soll nun einen größeren Sensorbereich abdecken und macht die Positionierung in der Premium-Mittelklasse natürlich zusätzlich deutlich.

Ordentliche Mittelklasse-Hardware unter der Haube

Unter der Haube steckt im Mi Note 10 und im Mi Note 10 Pro der gleiche Chip: es handelt sich um den mit bis zu 2,2 Gigahertz arbeitenden Qualcomm Snapdragon 730G, der mit seiner Optimierung auf Gaming-Szenarien auch bei Spielefans gut ankommen dürfte. Der 8-Nanometer-Chip bietet zwar mehr als genug Leistung, ist aber eben doch nicht der High-End-SoC Qualcomm Snapdragon 855+, den man vielleicht in einem Smartphone jenseits der 500-Euro-Marke erwartet hätte.

Xiaomi Mi CC9 Pro

Mit sechs Gigabyte Arbeitsspeicher und 128 GB internem Flash-Speicher ist das Mi Note 10 gut bestückt. Wer mehr Speicher will, kann zum Pro-Modell greifen und bekommt dann bei einem Preis von 649 Euro immerhin acht Gigabyte RAM und 256 GB internen Flash-Speicher. Eine Erweiterung des Speichers ist allerdings nicht vorgesehen.

Ein weiteres Highlight des Mi Note 10 (Pro) ist der mit 5260mAh sehr üppig dimensionierte Akku, der das Gerät zusammen mit dem stromsparenden Snapdragon-Prozessor gerne mal gut zwei Tage bei intensiver Nutzung durchhalten lassen dürfte. Begrüßenswert ist auch, dass Xiaomi hier trotz der Premium-Positionierung einen Kopfhöreranschluss verbaut. Als Betriebssystem läuft hier Android 9.0 in Verbindung mit der neuen MIUI 11, doch Xiaomi verspricht ein baldiges Upgrade auf Android 10.

Das Xiaomi Mi Note 10 wird ab dem 11. November zur Vorbestellung angeboten und kostet dann wie erwähnt 549 Euro. Ab wann das Xiaomi Mi Note 10 Pro mit seinem Preis von 649 Euro zu haben sein soll, ist derzeit noch offen.
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