Surface Pro X: Die ersten Tester sind nicht überzeugt vom ARM-Gerät

Von Witold Pryjda am 05.11.2019 13:21 Uhr
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Seit heute ist das Surface Pro X in den USA verfügbar und damit konnten Journalisten ihre Tests freischalten. Und das erste ARM-basierte Surface ist nicht der Hit, den sich Microsoft und Qualcomm wahrscheinlich erhofft haben. Nicht alles ist schlecht, doch auch nicht alles gut.

Bei der Vorstellung des Surface Pro X titelten wir, dass das Gerät Windows auf ARM-CPU zum Mainstream machen soll. Doch wenn man sich die ersten Testberichte, die gerade in US-Medien online gegangen sind, durchliest, dann ist das wohl ein (zu) optimistisches Ziel. Denn es gibt kaum einen Test, der ohne Aber zu den Einschränkungen von ARM auskommt.

The Verge

Laut dem renommierten Technik-Blog The Verge ist das Surface Pro X ein "Computer für eine Welt, die nicht existiert". Es wird aber ebenso festgestellt, dass das ARM-Surface vieles richtig macht, darunter in Sachen Design, Display-Qualität und Pen-Nutzung. The Verge-Autor Dieter Bohn meint aber auch, dass die Nachteile des Geräts unter dem Strich zu groß sind.

Surface Pro X: Microsofts neues ARM-Tablet im Hands-On
"Die Ideen sind zwar aufregend, aber für mich nicht aufregend genug, um jemandem zu empfehlen, dafür Geld zu bezahlen", schreibt Bohn. "Die Apps sind schlichtweg noch nicht fertig - entweder weil sie nicht mit dem Prozessor funktionieren oder weil sie darauf zu langsam sind."

Der Kauf des Surface Pro X sei im Prinzip eine "riesige Wette", dass das Windows-App-Ökosystem sich zusammenschließt, um eine neue Windows-Initiative zu unterstützen. Doch das ist unwahrscheinlich, wie vergleichbare Wetten von früher zeugen: "Fragt einfach mal die Entwickler von Windows Phone- sowie Metro/Modern/Microsoft Store/UWP-Apps."

Surface Pro X - Microsoft zeigt erstes Surface-Tablet mit ARM-Chip

Engadget

Auch Engadget stört sich vor allem an den Einschränkungen hinsichtlich der Apps sowie der diversen Software-Bugs. Diese könne man zwar per Update(s) beheben, letztlich sei ein Kunde aber mit einem Chromebook oder Surface Pro 7 deutlich besser bedient, weil man damit auf der sicheren Seite bleibt. "Das Surface Pro X ist ein wunderschönes Stück Hardware und der beste Snapdragon-basierte PC, den es gibt (...). Aber die gesamte Windows on Snapdragon-Plattform leidet an eingeschränkter App-Kompatibilität sowie Bugs", schreibt Cherlynn Low.

Microsoft Surface Pro X

Petri

Auch Brad Sams von Petri stößt in eine ähnliche Richtung und meint, dass das Design des Surface Pro X das Surface Pro 7 veraltet aussehen lässt. Das Pro X ist allerdings nicht für jedermann, viele werden wohl mit einem Surface Laptop 3 oder Surface Pro 7 besser bedient sein. Für "hochmobile" Nutzer könnte das Surface Pro X aber dennoch ein Thema sein, vor allem dann, wenn sie viel mit Microsoft 365 arbeiten.

Gizmodo

Die vielleicht positivste Einstellung hat man bei Gizmodo, dort meint Sam Rutherford, dass das Surface Pro X für Business-Anwender eine gute Chromebook-Alternative sein kann. Vor allem dann, wenn man ein "tragbares, responsives und lang haltendes" Gerät sucht. Das gilt vor allem dann, wenn man "primär Cloud-basierte Apps wie Office 365, G Suite und Salesforce nutzt". Das Surface Pro X fühlt sich wie ein "High-End-Chromebook mit besserer Kompatibilität zu Software der Desktop-Klasse (aber ohne Unterstützung von Android-Apps) an".

Technische Daten zum Microsoft Surface ProX
Betriebssystem Windows 10 Home
Display 13 Zoll 10-Punkt-Multi-Touch PixelSense-Display, 2880 x 1920 Pixel, 267 ppi
CPU Microsoft SQ1
Grafik Adreno 685 iGPU
Arbeitsspeicher 8 oder 16 Gigabyte LPDDR4x RAM
Speicher Austauschbare 128, 256 oder 512 GB PCIe-NVMe-SSD
Kameras 5MP Vorne, 1080p FullHD Video, 10 MP Hinten, 1080p & 4K-Video
Konnektivität AlwaysOn (LTE Advanced), 2 x USB C, WLAN ac, Bluetooth 5.0, GPS und Glonass-Support
Maße und Gewicht 287 x 208 x 7,3 mm, 774 g
Preis ab 1149 Euro

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