Intel & Sony wollen 6G-Smartphones bauen, die man nur 1x jährlich lädt

Von Roland Quandt am 31.10.2019 17:25 Uhr
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Sony, Intel und der japanische Netzbetreiber NTT wollen gemeinsam eine der ersten Industriegruppen zur Arbeit an 6G-Mobilfunk gründen. Unter anderem will man so Geräte ermöglichen, die bis zu ein Jahr mit einer Akkuladung auskommen.

Wie der japanische Wirtschaftsdienst Nikkei Asian Review meldet, haben Sony, NTT und Intel die Gründung einer neuen Organisation zur Entwicklung von 6G-Mobilfunk-Technik angekündigt. Der neue Verband soll aller Vorraussicht nach Anfang 2020 in den USA ins Leben gerufen werden, hieß es. Das Ziel sei es, neue Chips und Technologien zu entwickeln, welche die ab ungefähr 2030 erwarteten Mobifunkstandards der sechsten Generation ermöglichen sollen.

Die bisher beteiligten Firmen wollen natürlich um die Beteiligung anderer Unternehmen werben, um so schnell eine bedeutende Kraft im Streben nach 6G-Mobilfunk zu schaffen. Dazu sollen letztlich Firmen aus aller Welt gehören, darunter auch aus China. Noch steckt das Vorhaben aber natürlich in den Kinderschuhen.

Neue Chips sollen es richten

Dennoch gab man sich bereits vollmundig, denn es war unter anderem davon die Rede, dass man mit Hilfe von neuen, effizienteren Chip-Technologien bis zur Einführung der ersten 6G-Netze dafür sorgen will, dass Smartphones (oder ähnliche, bis dahin verfügbare Geräte) nur noch rund ein Mal im Jahr neu geladen werden müssen. Wie man dies umsetzen will, machten die japanischen Konzerne und der US-Partner Intel aber nur im Ansatz deutlich.

So hat NTT nach eigenen Angaben bereits Chips auf Basis von Lichtwellenleitern entwickelt, die mit einem Bruchteil der Energie auskommen sollen, die aktuelle SoCs, Modems und andere Chips benötigen. Durch die Beteiligung von Partnern wie Intel wollen Sony und NTT sich Vorteile bei der Chipentwicklung sichern, heißt es. Tatsächlich hat Intel damit trotz aller Probleme aus den letzten Jahren reichlich Erfahrung.
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