Apple-Verkaufszahlen: iPhone-Umsatz sinkt im Jahresvergleich deutlich

Von Roland Quandt am 31.10.2019 07:13 Uhr
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Apple hat einmal mehr hervorragende Zahlen gemeldet, auch wenn das Unternehmen einen Rückgang der Einnahmen aus dem Vertrieb seines meistverkauften Produkts, dem iPhone, hinnehmen musste. Dafür werfen die neuen Dienste und Wearables immer mehr Geld ab.

Wie Apple heute mitteilte, setzte der Konzern im vierten Quartal seines Geschäftsjahres, das im September endete, ganze 64 Milliarden Dollar um. Damit stieg der Umsatz leicht um zwei Prozent, wobei 60 Prozent der Einnahmen aus internationalen Verkäufen stammten. Als Gründe für das Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum nannte Apple ein beschleunigtes Wachstum bei Services, Wearables und den iPad-Modellen.

Wie Apple-Chef Tim Cook mit dem üblichen Enthusiasmus verlauten ließ, erzielte Apple jüngst den höchsten Umsatz, den man jemals in einem vierten Quartal eines Geschäftsjahres verzeichnete. Die Kunden nehmen laut Cook die iPhones der neuesten Generation bestens an, während mit Apple TV+ und den neuen Apple AirPods Pro in diesen Tagen zwei weitere Umsatzbringer in den Markt starten und die Nachfrage nach den Diensten des Unternehmens weiter steigt, so dass man von einem starken Weihnachtsgeschäft ausgeht.

Tatsächlich könnte das erste Quartal von Apples neuem Geschäftsjahr 2020, das eigentlich aus den letzten drei Monaten des Jahres 2019 besteht, erneut Rekordmarken setzen, ist der Umsatz der Firma in diesem Zeitraum doch traditionell nach der Einführung der jüngsten iPhone-Generation erheblich höher als im Rest des Jahres. Aktuell sieht es aber zumindest in Sachen iPhone noch nicht sonderlich rosig aus, denn der Umsatz aus dem Verkauf der weltweit beliebtesten Smartphone-Serie fiel zuletzt niedriger aus als im gleichen Zeitraum des Jahres zuvor.

Tatsächlich ging der Umsatz aus dem iPhone-Vertrieb im Jahresvergleich im vierten Quartal von Apples letztem Geschäftsjahr um neun Prozent zurück. Dennoch machten die Smartphones wieder den größten Teil von Apples Einnahmen aus - ganze 33,36 Milliarden Dollar. Zwar übertraf man damit die Erwartungen der Börse, doch wenn sich der Trend fortsetzt, wird Apple bald weniger als die Hälfte seines Umsatzes aus den iPhones schöpfen - zumindest nicht im vierten Quartal eines Geschäftsjahres.

Wie gut sich die neuen iPhone-11-Modelle tatsächlich verkaufen, erfahren wir allerdings erst in einigen Monaten. Da die neuen Smartphones erst wenige Wochen vor Ende des Geschäftsquartals auf den Markt kamen, fließen ihre Stückzahlen bisher nur zu einem kleinen Teil in das Ergebnis ein. Angesichts gesteigerter Produktionsmengen und einer hohen Nachfrage gerade um das "günstige", "ganz normale" iPhone 11 könnte Apple in Sachen iPhone durchaus noch einmal kräftig auftrumpfen.
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