Google schwimmt in immer mehr Geld - und gibt es schnell aus

Von Christian Kahle am 29.10.2019 16:55 Uhr
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Rasant steigende Einnahmen sind auch bei einem globalen Großkonzern kein Garant dafür, dass am Ende mehr Gewinne übrigbleiben. Das hat die Google-Mutter Alphabet eindrucksvoll bewiesen. Denn diese sucht intensiv neue Geldquellen.

Alphabet vermeldete eine Steigerung des Umsatzes im letzten Quartal um 20 Prozent auf nun 40,5 Milliarden Dollar. Solche Wachstumsraten sind in dieser Größenordnung ziemlich ungewöhnlich. Ebenso rasant wie die Einnahmen kletterten aber auch die Ausgaben. Am Ende musste Alphabet sogar einen Nettogewinn ausweisen, der mit 7,07 Milliarden Dollar um 23 Prozent niedriger als das Vorjahresergebnis lag.

Die Einnahmen werden noch immer zum überwiegenden Teil aus der Vermarktung von Werbeplätzen durch Google gespeist. Hier muss das Unternehmen aber bereits immer mehr investieren, um sich die Konkurrenz halbwegs vom Hals zu halten. Und besonders stabil sind die Umsätze hier nicht, so das man schon lange versucht, zusätzliche und besser planbare Geldquellen zu erschließen.

Nächste Übernahme geplant

Und das kostet immer noch mehr Geld. So will Google seit einiger Zeit groß im boomenden Cloud-Geschäft mitspielen, kommt hier aber nicht ansatzweise mit den Marktführern Amazon und Microsoft mit. Weiterhin wird viel Geld in die so genannten Moonshot-Projekte versenkt, diese reichen von den Ballons zur Internet-Versorgung ländlicher Gebiete bis hin zur Entwicklung autonomer Autos. Wahrscheinlich wird man hier durchaus an zukunftsfähigen Produkten arbeiten - bis diese aber kommerziell durchstarten, können noch viele Jahre vergehen.

Daher versucht man es erst einmal weiter im kleineren Rahmen. So sollen beispielsweise die Pixel-Smartphones das eigene Ökosystem rund um Android stärken und hier mehr Einnahmen generieren. Außerdem gerüchtet es aktuell, dass Alphabet den Hersteller von Fitness-Trackern Fitbit übernehmen will, der mit etwas mehr Schlagkraft durchaus etwas stärker gegen Apple konkurrieren könnte.

Siehe auch: Google lässt die Gratis-Falle bei seinen Diensten jetzt zuschnappen
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