Pseudo-Satellit für Samsung-Werbung stürzt plötzlich auf Pferdefarm

Von Christian Kahle am 28.10.2019 08:50 Uhr
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Die Betreiber eines Pferde-Hofes im US-Bundesstaat Michigan staunten nicht schlecht, als am Wochenende plötzlich ein Gegenstand vom Himmel auf eine ihrer Koppeln fiel. Das Objekt sah aus wie ein Satellit, wie er von Schulkindern gebaut werden würde.

Ein zentraler Körper, Pseudo-Solarpanels und Landefüße - so in etwa sehen eben Satelliten oder Raumsonden aus, die von Kindern gemalt werden. Ein echtes Raumfahrzeug konnte es so eher nicht sein, was da auf dem Hof der Familie Welke aufschlug. Aber es fiel offensichtlich trotzdem aus großer Höhe herunter. Die Aufschriften legten außerdem nahe, dass das System mit Samsung zu tun hat, wie aus einem Bericht der Detroit Free Press hervorgeht.

Es zeigte sich, dass man es hier mit dem Samsung SpaceSelfie zu tun hatte. Dabei handelt es sich um ein Marketing-Projekt des südkoreanischen Konzerns, mit dem dieser Reklame für seine 5G-Mobilfunktechnik machte. Der Pseudo-Satellit stieg dabei an einem Ballon in eine Höhe von knapp 20 Kilometern auf. Nutzer konnten Selfies zu diesem schicken, die dort auf einem 5G-fähigen Smartphone gezeigt und vor der Kulisse eines langsam beginnenden Weltraums abfotografiert und wieder zur Erde geschickt wurden.

Samsung SpaceSelfie nach der "Landung"

Geplante Landung

Einige Mitarbeiter Samsungs scheinen zu eng mit Kollegen aus der Mobilfunk-Branche zusammengearbeitet zu haben. Denn für sie ist der Begriff "ländlicher Raum" offenbar quasi gleichbedeutend mit "unbewohnt". Denn das System ist keineswegs abgestürzt. In einer Stellungnahme Samsungs hieß es, dass es sich um die planmäßige Landung gehandelt habe, für die man diese Gegend ausgewählt hatte.

Nancy Mumby-Welke berichtete, dass sie mit ihrem Mann gerade dabei war, die Pferde aus den Stallungen auf die Koppel zu lassen. Glücklicherweise war dies aber noch nicht geschehen, als das Objekt um rund 8:45 Uhr auf dem Gelände einschlug, so dass keine Tiere getroffen wurden. Die Feuerwehr musste aber eine nahegelegene Straße vorübergehend sperren, da sich Reste des anhängenden Ballons in einer Hochspannungsleitung verfangen hatten und man erst dafür sorgen musste, dass es keine Gefährdung von Passanten gibt.

Siehe auch: Abgestürztes UFO stellt sich als Google-Experiment heraus
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