Netflix: In diese Gruppen teilt der Streaming-Dienst seine Zuschauer ein

Von Witold Pryjda am 22.10.2019 10:28 Uhr
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Netflix hat mittlerweile 158 Millionen Abonnenten und diese sind natürlich keine homogene Gruppe. Der Streaming-Dienst teilt seine Kunden groß in drei Kategorien ein: Starters, Completers und Watchers. Diese spielen u. a. eine Rolle, wenn es um das Absetzen von Serien geht.

Netflix produziert mittlerweile sehr viele Inhalte selbst, immer mehr Serien und Filme tragen die Bezeichnung "Netflix Original". Doch das Streaming-Portal ist auch alles andere als zimperlich, wenn es ums Absetzen von Serien geht, so manche beliebte Produktion fällt dem gnadenlos agierenden Rotstift zum Opfer.

Wie es hinter den Kulissen von Netflix zugeht, ist immer noch ziemlich mysteriös, immerhin veröffentlicht der Streaming-Riese seit einiger Zeit so etwas wie Einschaltquoten. Nun wurde ein weiteres Puzzle-Stück bekannt. Denn in einem Statement an die britische Regierung beschreibt Netflix, wie die Macher von Inhalten über die Performance ihrer Serien und Filme informiert werden (via The Verge).

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Die drei Kategorien

"Starters" sind Haushalte, die einen Inhalt beginnen, aber schnell wieder abschalten. Genauer gesagt sehen die "Starter" gerade einmal (maximal) zwei Minuten eines Filmes oder einer Serienepisode und beenden das schnell wieder.

"Completers" sind jene, die einen Inhalt weitgehend zu Ende gucken, in Zahlen bedeutet das mindestens 90 Prozent eines Filmes oder einer Serien-Staffel. Beide dieser Kategorien werden wiederum in zwei Stufen eingeteilt, nämlich die Zeiträume von sieben bzw. 28 Tagen.

"Watchers", also "Zuseher", sind jene Kategorie, die Netflix schon jetzt in Bezug auf die anfangs erwähnten "Einschaltquoten" verwendet. Das sind also jene, die mindestens 70 Prozent einer einzelnen Serienfolge oder eines Filmes angesehen haben.

Diese Zahlen sind laut Netflix essentiell, um den Erfolg einer Produktion beurteilen zu können. Ob bei einer Serie der Daumen nach oben oder unten zeigt, hängt von anderen Faktoren ab, die Netflix auch nicht an die große Glocke hängt. Denn hier arbeitet der Streaming-Dienst Berichten zufolge mit einer "Effizienz-Metrik", mit der man misst, ob eine Serie verlängert wird oder nicht. Im Wesentlichen werden hier die Kosten einer Show mit der Anzahl der Zuseher gegengerechnet sowie gemessen, welchen Effekt eine Serienstaffel auf die mögliche (Nicht-)Verlängerung von Abos hat.

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