MacBook Air: Reparatur-Experte erwartet viele durchgebrannte CPUs

Von Christian Kahle am 07.10.2019 12:25 Uhr
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Die kürzlich vorgestellten neuen MacBook Air-Modelle von Apple könnten in der nächsten Zeit noch des Öfteren mit Hardware-Defekten von sich Reden machen. Damit rechnet zumindest der Reparatur-Experte Louis Rossmann nach einem ersten entsprechenden Fall.

Über das Wochenende zog bereits ein von ihm stammendes Video seine Kreise, in dem er das Problem schildert. Aufmerksam wurde Rossmann auf die Angelegenheit, als ihm ein de­fek­tes MacBook Air übergeben wurde, das keine Reaktionen mehr zeigte. Es stellte sich heraus, dass der Prozessor aufgrund einer Überhitzung einfach durchgebrannt war. Und der Spezialist macht dafür einen Design-Fehler verantwortlich.

Der Rechner verfügt eigentlich über alle Bestandteile, die in ein modernes, leistungsfähiges Notebook gehören, bei dem eine hinreichende Kühlung sichergestellt sein soll: Ein Heatsink, was die Abwärme vom Prozessor wegführt, und einen Lüfter, der die erhitzte Luft nach drau­ßen befördert. Allerdings sind diese beiden Kernelemente im MackBook Air schlicht nicht mit­ei­nan­der verbunden, wodurch der Lüfter überhaupt nicht in der Lage ist, die Wärme direkt vom Heatsink wegzublasen.



Es kann mehr tote Systeme geben

Das ist nach Einschätzung Ross­manns der Grund für den durch­ge­brann­ten Pro­zes­sor. Denn die Wärme des ein­ge­bau­ten Pro­zes­sors kann seiner Ein­schä­tzung nach so nicht hin­rei­chend ab­ge­lei­tet werden - ins­be­son­dere nicht, wenn der Pro­zes­sor längere Zeit unter Voll­last läuft. Was der Nutzer des be­trof­fenen Ge­rä­tes ge­tan hat, be­vor sein Gerät den Geist aufgab, ist leider unbe­kannt.

Allerdings ist Rossmanns Reak­tion auch etwas über­zo­gen - was daran liegen könnte, dass er sich schon vor einiger Zeit mit Apples Rechts­ab­tei­lung herum­schla­gen durfte. Denn komplett wir­kungs­los ist die gezeigte Architektur letztlich nicht. Immerhin leitet der Lüfter durchaus Abwärme nach außen - die Kühlung des vom Prozessor abgehenden Heatsinks ist allerdings trotzdem ziemlich ineffektiv gelöst und könnte auch bei anderen Nutzern zu Problemen führen, die hohe Belastungen für die CPU verursachen.

Siehe auch: Apple MacBook Air 2019 im Test: Premium-Einstieg zur MacOS-Welt
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