Surface Pro X soll Windows auf ARM-CPU zum Mainstream machen

Von Roland Quandt am 02.10.2019 20:09 Uhr
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Microsoft hat heute mit dem Surface Pro X sein erstes ARM-basiertes Tab­let seit Jahren vorgestellt. Das neue Modell besitzt einen eigens für das Gerät entwickelten Qualcomm-Prozessor und soll dadurch das bis dato dünn­ste und leichteste Surface werden.

Das Surface Pro X hat ebenfalls ein 12,3 Zoll großes PixelSense-Display im 3:2-Format, wie die im klassischen Surface-Design gehaltenen Intel-basierten Modelle. Allerdings liegt die Auf­lö­sung mit 2880 x 1920 Pixeln hier noch höher. Der Bildschirm ist mit einem neuen Sur­face Pen kompatibel, der drahtlos geladen werden kann, indem man ihn in eine Schale am oberen Ende des Tastatur-Covers (Type Cover) legt. Erstmals seit Jahren bietet Microsoft mit dem Surface Pro X wieder ein ARM-basiertes Surface-Produkt an.

Surface Pro X - Microsoft zeigt erstes Surface-Tablet mit ARM-Chip
Das Surface Pro X bietet dank der Umstellung auf ARM-Technik ein mit nur 7,3 Millimetern Bau­hö­he deutlich dünneres Design als seine Intel-basierten Schwestermodelle. Im In­ne­ren wer­kelt hier ein neuer, angepasster Qualcomm-SoC, der offiziell als Microsoft SQ1 ver­mark­tet wird. Es handelt sich um eine modifizierte Version des Snapdragon 8cx, jenes High-End-Chips, der zumindest theoretisch eine ähnliche Performance bieten soll wie die Intel Core i5-CPUs der vor­letz­ten Generation. Er erreicht laut Microsoft eine Taktrate von 3 GHz und nutzt eine Adreno 685 GPU, also eine schnellere Version der Adreno 680 des Snapdragon 8cx.

Microsoft Surface Pro X
Surface Pro X: Format wie das Pro 7...


Microsoft Surface Pro X
... aber dünner und mit ARM-Technik

Solide Ausstattung trifft auf realistische Akkulaufzeiten

Natürlich bringt der von Qualcomm produzierte, aber mit Microsoft-Logo versehene SQ1 auch ein integriertes LTE-Modem mit, das Downstream-Geschwindigkeiten von bis zu 2 Gigabit pro Sekunde erreichen kann. 5G-Support lässt allerdings auf sich warten. Das 4G-Modem kann wahl­wei­se per NanoSIM oder über eSIM-Unterstützung genutzt werden. Neben dem neuen Qual­comm-SoC verbaut Microsoft hier acht oder 16 GB LPDDR4x-RAM und austauschbare SSDs mit Kapazitäten von 128, 256 oder 512 Gigabyte Kapazität.

Zur Ausstattung gehören außerdem eine Win­dows Hello-fähige Webcam mit fünf Me­ga­pi­xeln auf der Front, während hinten eine 10-Me­ga­pi­xel-Kamera mit Autofokus verbaut wird. Die Lautsprecher des Surface Pro X bieten jeweils zwei Watt und es kommen leistungsfähige Mi­kro­fo­ne zum Einsatz, die in der Lage sind, den Nutzer auch aus größerer Distanz wahr­zu­neh­men. Es gibt zwar immer noch den übli­chen Surface Connector zum schnellen Laden des Surface Pro X, doch integriert Mi­cro­soft auch noch zwei USB Typ-C-Anschlüsse. Eine Maus kann auf Wunsch per Blue­tooth 5.0 verbunden werden.

Microsoft Surface Pro X

Die Akkulaufzeit des Surface Pro X gibt Microsoft mit 13 Stunden an, was deutlich unter den sonst für ARM-basierte Geräte beworbenen gut 20 Stunden liegt. Vermutlich versucht man hier einfach realistisch zu bleiben. Das Surface Pro X wird leider nicht sonderlich günstig: Die offizielle Preisempfehlung für die günstigste Variante gibt Microsoft mit stattlichen 1149 Euro an. Das Surface Pro X wird ab 19. November 2019 offiziell in Deutschland verfügbar sein.

Technische Daten zum Microsoft Surface ProX
Betriebssystem Windows 10 Home
Display 13 Zoll 10-Punkt-Multi-Touch PixelSense-Display, 2880 x 1920 Pixel, 267 ppi
CPU Microsoft SQ1
Grafik Adreno 685 iGPU
Arbeitsspeicher 8 oder 16 Gigabyte LPDDR4x RAM
Speicher Austauschbare 128, 256 oder 512 GB PCIe-NVMe-SSD
Kameras 5MP Vorne, 1080p FullHD Video, 10 MP Hinten, 1080p & 4K-Video
Konnektivität AlwaysOn (LTE Advanced), 2 x USB C, WLAN ac, Bluetooth 5.0, GPS und Glonass-Support
Maße und Gewicht 287 x 208 x 7,3 mm, 774 g
Preis ab 1149 Euro

Und das hat Microsoft in New York noch vorgestellt:
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