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US-Embargo: Trump-Regierung will Frist für Huawei nicht verlängern

Von Stefan Trunzik am 30.09.2019 09:42 Uhr
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Die Zusammenarbeit zwischen Huawei und US-amerikanischen Unter­neh­men bleibt weiterhin eingeschränkt und dürfte sich auch in Zukunft eher verschlechtern. Ausnahmen soll es über die am 19. November endende Übergangsfrist hinaus nicht mehr geben.

Der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China spitzt sich weiter zu. Seit En­de Mai steht Huawei im Kreuzfeuer der beiden Regierungen, landete auf der schwarzen Lis­te und wehrt sich seit jeher gegen Spionagevorwürfe. Dass kein Ende der US-Sanktionen ge­gen den chinesischen Hersteller in Sicht ist, lässt sich aus jüngsten Aussagen von Rob Strayer her­auslesen. Der im US-Außenministerium für Cyber- und internationale Kommunikation so­wie Informationspolitik verantwortliche, stellvertretende Staatssekretär schließt eine Ver­län­ge­rung der Übergangsfrist über den 19. November hinaus aus. Damit könnte das Han­dels­ver­bot zwischen US-Unternehmen und Huawei noch vor Weihnachten vollständig greifen.

Mate 30 Pro - Erste Eindrücke zum neuen Huawei-Flaggschiff

Strafen für mit Huawei kooperierende Firmen und Regierungen denkbar

Wie die Kollegen von Bloomberg weiterhin berichten, wäre es zudem denkbar, dass es die Regierung unter US-Präsident Trump in Erwägung zieht, zusätzliche Strafen gegen Un­ter­neh­men und Länder zu verhängen, die weiterhin mit Huawei zusammenarbeiten. Strayer bezog sich dabei vorrangig auf Kooperationen im Bereich von 5G-Netzwerken, für die Huawei als Ausrüster trotz des US-Embargos diverse Partner finden konnte. Mit welchen Auswirkungen "Verbündete" des Herstellers rechnen müssen, gab Strayer nicht bekannt. Bis zum Fristende vergehen jedoch noch fast zwei Monate, in denen bezüglich des Handelskonflikts zwischen den USA und China noch viel passieren kann.

Otto Normalverbraucher bekommt die US-Sank­tio­nen gegen Huawei vor allem bei der Einführung neuer Smartphones zu spüren. Das prominenteste Beispiel: Huaweis Mate 30 Pro. Das neue Flaggschiff des Herstellers wurde vor über einer Woche präsentiert, ist jedoch vor­erst nur in China erhältlich. Grund da­für ist das Feh­len wichtiger Google-Apps, die durch den Ver­lust einer offiziellen Android-Lizenz ab Werk nicht vorinstalliert sind. Auch die nachträgliche Installation des Play Store und von Pro­gram­men wie Gmail, Google Maps und Co. durch den Nutzer gestaltet sich aufgrund des ge­schlos­se­nen Bootloaders schwierig.

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