Nächste Studie zeigt: Video-Piraterie wird demnächst wohl explodieren

Von Witold Pryjda am 27.09.2019 15:31 Uhr
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Es ist naheliegend und viele Nutzer werden dies sicherlich unterschreiben kön­nen, dennoch gibt es nun eine weitere Studie, die den aktuellen Trend zur Streaming-Fragmentierung kritisch sieht. Denn es scheint klar: Nur we­ni­ge sind bereit, für mehrere Dienste zu bezahlen.

Netflix war eine Revolution, die der Piraterie einen schweren Schlag verpasst hat. Denn warum sollte man noch mühsam Serien und Filme suchen, sich mit schlechter Qualität sowie Malware-Gefahr herumplagen und, und, und, wenn man gegen eine verschmerzbare monatliche Gebühr fast alle Inhalte bekam, die man für einen gemütlichen Fernsehabend braucht.

Alle wollen ein Stück vom Kuchen

Entsprechend erfolgreich war Netflix auch. Doch dieser Erfolg ist natürlich der Konkurrenz nicht entgangen und alle wollten und wollen ein Stück vom Kuchen. Disney+ ist der prominenteste neue Mitbewerber, in den vergangenen Monaten haben aber praktisch alle großen Medienunternehmen ein eigenes Portal angekündigt.

Netflix: Das sind die neuen Serien und Filme im Oktober 2019
Alle Dienste werden natürlich ihre exklusiven Serien und Filme haben, doch ob deshalb jemand extra dafür ein Abo abschließen wird? Eher nicht. Zu diesem Fazit kommt auch eine Studie von Broadband Genie (via TorrentFreak). Wenn deren Umfragen stimmen - und dafür spricht vieles - dann wird Piraterie demnächst wieder massiv zunehmen.

Bei einer Frage wollten die Stu­di­en-Ur­he­ber wis­sen, ob die ak­tu­el­len Strea­ming-Nut­zer wie­der zu il­le­ga­len Ka­nä­len grei­fen wer­den (bzw. das er­wä­gen), wenn die Frag­men­tie­rung wei­ter­geht. Der­zeit gaben 18 Pro­zent an, dass sie auch zu Pi­ra­te­rie-In­hal­ten grei­fen, doch das könnte sich auf 37 Pro­zent ver­dop­peln.

Auch der Grund dafür ist naheliegend: die Kosten. Denn 67 Prozent der befragten Briten gaben an, dass sie der Ansicht sind, dass sie schon jetzt zu viel zahlen (der Durchschnitt liegt bei 15 Pfund im Monat). Viele gaben außerdem an, dass sie künftig lieber in einen VPN-Dienst investieren werden (um ihre Piraterie-Tätigkeit zu schützen), als für die zahlreichen Streaming-Portale zu zahlen.

Siehe auch: Senf dazu: Alle gegen Netflix - und gemeinsam in den Untergang
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