Gogoro Viva: Neuer E-Roller als 50cc-Ersatz startet deutlich günstiger

Von Roland Quandt am 26.09.2019 15:52 Uhr
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Der taiwanische Elektroscooter-Spezialist Gogoro hat mit dem Gogoro Viva sein erstes Modell vorgestellt, das auch an der heimischen Steckdose geladen werden kann. Mit Preisen ab 1800 US-Dollar ist der neue Roller deutlich günstiger zu haben als seine Vorgänger.

Der Gogoro Viva soll an die Stelle der in Deutschland viel gefahrenen Benzin-Scooter mit 50 bis 100 Kubikzentimetern Hubraum treten. Der Hauptunterschied liegt neben dem Preis natürlich auch in der Ausstattung, denn der Roller ist mit einem vergleichsweise schwachen Antrieb ausgerüstet, der bei weitem nicht die Leistung erzielt, die die als Alternative zu den in Taiwan und anderen asiatischen Ländern weit verbreiteten 125cc-Roller angebotenen Vorgängermodelle erreichen.

Gogoro Viva

Im Gegenzug ist dieses Modell auch für deutsche Kunden interessant, denn der Gogoro Viva kann nicht mehr nur ausschließlich an den Ladestationen des Herstellers mit Energie versorgt werden. Stattdessen kann man den Roller jetzt auch einfach an eine Steckdose anschließen und so in der eigenen Garage mit frischem Saft versorgen. Zudem ist er mit seiner auf 45 km/h gedrosselten Maximalgeschwindigkeit und 3 KW Leistung auch mit dem Führerschein der Klasse AM/B/3 zu fahren.

Gogoro Viva

Der Gogoro Viva Scooter verfügt über nur noch eine einzige der sonst im Doppelpack verbauten wiederaufladbaren Batterien des Herstellers. Auch dies drückt den Preis, wobei auch die Reichweite reduziert wird - 85 Kilometer sind mit dem einzeln verwendeten Akkupack künftig möglich. Angetrieben wird der Roller von einem in die Hinterradachse integrierten Motor, zu dem der Hersteller bisher leider wenig Angaben macht.

Gogoro Viva

Die Radgröße gibt Gogoro mit nur zehn Zoll an, womit sich der Viva auch in dieser Hinsicht stark einem normalen 50cc-Roller annähert. Natürlich bietet auch dieses günstigere Modell wieder die von den anderen Gogoro-Rollern bekannten Smart-Features, wie etwa eine Smartphone-App zum Abruf von Leistungs- und Ladedaten. Statt eines normalen Schlüssels wird wie üblich eine Smart Keycard zur Inbetriebnahme des neuen Gogoro-Rollers verwendet.

Gogoro will mit dem neuen Viva vor allem international expandieren. Dabei setzt man neben einem niedrigeren Preis auch auf recycelte Materialien, denn die Verkleidungen des Rollers sind vollständig aus Polypropylene-Kunststoffen gefertigt. Anfangs will man den Gogoro Viva in Taiwan anbieten, bevor das neue Modell auch in anderen Ländern eingeführt werden soll. Hierzulande ist Gogoro vor allem als Hersteller der von Coup beim eScooter-Sharing in Städten wie Berlin angebotenen Roller bekannt.
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