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5G-Auktion war teuer: Telefonica/O2 will seine Dach-Masten verkaufen

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[o1] bLu3t0oth am 11.09. 11:36
+8 -5
Würde sagen: Ziel erreicht @Bundesregierung.

Frequenzen sauteuer verhökert um damit den Netzausbau zu fördern.

Oh, wait...
[re:1] Odi waN am 11.09. 11:55
+2 -7
@bLu3t0oth: Das was hier steht ist quark und frei erfunden, denn es gibt keine Aussage seitens Telefonica. Nur diese das die 40 Mrd. Schulden haben und irgendwie Geld reinbekommen müssen. Die Auktion hat damit recht wenig zu tun, vor allem weil die den Preis dafür nicht mit einmal zahlen sondern in raten bis 2030.
[re:1] JoePhi am 12.09. 10:17
+ -
@Odi waN: warum Du dafür minus bekommst, wissen die Götter. Du hast die aktuelle Situation im Grunde gut zusammengefasst. Der Verkauf der passiven Teile der Standorte ist durchaus sowieso ein Thema - nicht ob der finanziellen Möglichkeiten (hier zieht winfuture einfach seltsame Schlüsse), sondern einfach deswegen, weil man für 5G mehr Standorte pro Netzbetreiber benötigt und ein sharing von Standorten absolut sinnvoll ist. Dass man dies dann über spezialisierte Unternehmen macht, ist völlig klar, weil man sich eben auf Kernkompetenzen konzentrieren will und nicht zu divers agieren möchte ...
[re:2] FatEric am 11.09. 12:36
+2 -
@bLu3t0oth: In anderen Ländern waren die Auktionen ähnlich teuer und dennoch ist da das Netz deutlich besser und die Tarife billiger. Zumal das Geld ja scheinbar wieder für Förderprojekte eingesetzt werden soll. Das Geld kommt also hintenrum den Betreibern irgendwie wieder zugute.
[re:1] gettin am 11.09. 16:12
+ -
@FatEric: Und warum macht nicht einfach die Bundesregierung den Ausbau und fordert von den Nutzern Miete?
Damit würde unterschiedliche Masten für unterschiedliche Betreiber verhindert und es könnte eine sinnvolle Abdeckung erreicht werden.
[re:1] FatEric am 11.09. 16:21
+ -
@gettin: Wenn der Ausbau so betrieben wird, wie der BER, dann gute Nacht. Außerdem hätte auch der Bund das selbe Problem, wie die Netzbetreiber. Wo immer auch ein Funkmast aufgestellt werden soll, regt sich gerade aufm dem Land inzwischen immer mehr Widerstand. Da will ein Provider ausbauen, scheitert dann aber an beschwerden der Bewohner und die feiern sich dann auch noch dafür, den Masten verhindert zu haben. So passiert in einem Dorf hier in der Nähe.
[re:1] gettin am 11.09. 17:10
+ -
@FatEric: wir haben ja auch ein funktionierendes Straßennetz. Ich denke nicht, dass eine Großbaustelle, welche unabwäre Risiken mit sich bringt, mit dem Aufstellen von Mobilfunkmasten vergleichbar ist.
[re:3] Abzdef am 11.09. 17:19
+ -
@bLu3t0oth: Unternehmen sind keine kleine dumme Jungs. Wenn die bei einer Versteigerung mitbieten und Konkurrenten überbieten, haben die es längst auf Wirtschaftlichkeit und Gewinnerwartung durchgerechnet.
Danach wird herumgejammert, damit der Ausbau in Gebieten mit kleinen Gewinnmargen möglichst auf Druck von jammerden Wählern und Unternehmen, die auch auf Gewinn ausgerichtet sind, mit öffentlichen Mitteln ausgebaut werden.
Das was da mit dem Verkauf passiert ist ziemlich klar. Telxius ist ein rein spanisches Unternehmen. Bei der Unternehmensbesteurung werden da schon einmal rund zwei Prozent gespart. Telefonica Deutschland zahlt dann Miete an Telxius und mindert damit den Gewinn in Deutschland und spart noch einmal Steuern.
Da kann man im Sinne der EU noch froh sein das Telxius nicht den Firmensitz in irgend einem Steuerparadies hat.
[o3] DRMfan^^ am 11.09. 11:56
+4 -
aha. O2 kann die Masten also nicht an andere Untervermieten, aber ein Schwesterunternehmen (im selben Konzern) kann das schon - wieso das?!
[re:1] FatEric am 11.09. 12:41
+3 -
@DRMfan^^: Damit es ne andere Erklärung gibt und vom eigentlichen Sachverhalt ablenken soll. Es gibt für mich andere Erklärungen, warum man sowas macht. Also Werte in Form von Mobilfunkmasten innerhalb einer Firma zu verschieben. Beide Firmen gehören ja dem selben Konzern an, somit wird nur Geld hin und her geschoben. Entweder aus steuerlichen Gründen, man möchte ggfs. Sachwerte vor einer möglichen Insolvenz schützen oder aber, die Mitarbeiter in Spanien sind künftig dafür verantwortlich und die sind noch billiger als die armen deutschen O2 Mitarbeiter. Irgendwie sowas wirds wohl sein.
[re:2] Odi waN am 11.09. 13:53
+ -
@DRMfan^^: Vermutlich liegt es daran das die Fläche wo der mast steht jemanden gehört, meistens dem Provider der dort gebaut hat. Dieser müsste erst ein Vertrag machen mit einem anderen Provider etc und dann kann erst der andere Provider einen Bauantrag stellen, ja das müssen sie obwohl der Mast schon steht. Das ist ein geflecht und ein wuselmist, denn dann kommt die Buchhaltung und muss das steuerlich irgendwie umsetzen und da gehts eben nicht weiter bzw. wird sehr kompliziert da alle firmen ja legal tricksen mit einnahmen udn ausgaben etc.. Also lagert man diese Masten plus alles was dazugehört in eine Infrastrukturgesellschaft aus und öffnet die für alle, die Telekom hat deswegen auch ihre Tochter Deutsche Funkturm geöffnet für alle anderen. Steuerlich und Baurechtlich einfacher zu handhaben und der Konzern selbst hat keine weiteren Einnahmen die er versteuern muss.
[re:1] DRMfan^^ am 11.09. 14:55
+ -
@Odi waN: Also braucht die Telekom eine Baugenehmigung, um eine Sendeeinheit an einen Masten von O2 zu hängen, aber nicht, um eine an einen Masten von "O2 Infrastucture GmbH" zu hängen?! Das erscheint mir doch fragwürdig...

Das es um Gewinnverschiebung im Konzern geht (worauf viele Steuertricks wohl basieren) hatte ja @FatEric schon ins Gespräch gebracht ...
[re:1] Odi waN am 11.09. 17:01
+ -
@DRMfan^^: Nein das hast du falsch verstanden, es wird immer eine Genehmigung benötigt seitens der Behörde (Baugenehmigung). Es ist einfach komplexer jemanden meine Infrastruktur zu vermieten die mir gehört, zudem könnte ich ja einfluß nehmen auf diverse Sachen zu diesem Standort. Dazu muss ich mit meinem Konkurrenten einen direkten Vertrag machen das er meinen Standort nutzen darf, das führt zu einer Verflechtung der Provider. Das ist von niemanden gewünscht und auch gewollt, allein Steuerrechtlich absoluter Horror. Also wird eine Firma gegründet die sich nur um die Standorte kümmert und jeden unter Vertrag nimmt der diesen Standort haben möchte und ich halte ihn aus meinen Bilanzen und Firma raus. Auch wenn es die Tochterfirma ist, ist sie aber in diesem Fall eigenständig und handelt in ihrem Interesse. Kurz gesagt das macht man aus steuerlichen und rechtlichen Gründen.
"Also braucht die Telekom eine Baugenehmigung, um eine Sendeeinheit an einen Masten von O2 zu hängen, aber nicht, um eine an einen Masten von "O2 Infrastucture GmbH" zu hängen?! Das erscheint mir doch fragwürdig..."
Das machen die sogar jetzt schon da O² eine Kooperation mit der telekom hat und die Masten sharen aber eben nicht alle sondern nur 1600 Stk. oder so.
[re:3] JoePhi am 12.09. 10:20
+ -
@DRMfan^^: Welches Unternehmen will sich ein komplexes Thema, das auch rechtliche Implikationen hat, ans Bein binden, wenn man sich auf völlig anderes konzentrieren will? Eben - im Grunde keines. Also gründet man im Konzern eine Gesellschaft, deren Kernkompetenz eben genau dieses Feld ist und die dann die Experten haben damit so umzugehen, dass man damit idealisiert Geld verdienen kann. Unternehmerisch wirklich logisch.
[o4] bigspid am 11.09. 13:21
+ -
@Bundesregierung: Wenn ihr den Ausbau wirklich hättet födern wollen, dann wären die Frequenzbänder an Verpflichtungen verknüpft gewesen, nicht in einer Auktion verkauft worde. Du willst ein breiteres Frequenzband nutzen? Dann hast du eine Netzabdeckung von xx% bis 202y zu erreichen, sonst Strafzahlung.
Wem hat die Auktion jetzt etwas gebracht? Vor allem auch der Schritt, dass nur noch größere Schritte bei der Auktion zugelassen sind, um das Ende schneller herbei zu führen? Richtig, der Staatskasse! Wird das Geld jetzt wenigstens zur Förderung des Netzausbaus genutzt, zB indem die Maste jetzt von der Regierung finanziert werden, um die sehr schlecht abgedeckten Gebiete irgendwie ins Jahr 2019 zu bringen? Ich glaube nicht....
[re:1] Odi waN am 11.09. 13:42
+1 -
@bigspid: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2019/063-scheuer-ausbauoffensive-fuer-laendliche-raeume.html

Das hätte man vorher anders machen können aber hey danach ist man ja immer schlauer. ;)
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