GameStop stürzt immer weiter ab - viele Filialen schließen noch 2019

Von Christian Kahle am 11.09.2019 08:04 Uhr
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Die Spiele-Kette GameStop bekommt ihre nun schon länger andauernde Krise nicht in den Griff. Jetzt wird erneut der Rotstift angesetzt und es sollen zahlreiche Filialen geschlossen werden. Gamer könnten also noch in diesem Jahr vor verschlossenen Türen stehen.

Im Zuge der Vorstellung der Bilanzen des zweiten Quartals, die einmal mehr alles andere als berauschend ausfielen, kündigte das Unternehmen an, binnen der kommenden Wochen und Monate 180 bis 200 Geschäfte zu schließen. Treffen soll es jene Filialen, die die schlechtesten Ergebnisse einfahren. Das Management erklärte zudem, dass es dabei wohl nicht bleiben wird und in den kommenden Jahren immer wieder mit Filialschließungen zu rechnen sei.

Angesichts der Ergebnisse ist das kaum verwunderlich. Die bisherigen Pläne, mit denen man die Kette wieder auf Kurs bringen will, scheinen kaum zu greifen. So fuhr man allein im zweiten Quartal einen Verlust von 415,3 Millionen Dollar ein. Zum Vergleich: Das ganze Geschäftsjahr 2018 wurde mit einem Fehlbetrag von 675 Millionen Dollar abgeschlossen und als das eigentliche große Krisenjahr verbucht. Wenn sich nun aber nicht schnell etwas ändert, wird das aktuelle Jahr eher noch schlechter ausfallen.

Geschäftsgrundlage bröckelt weg

Die gesamte GameStop-Kette unterhält zum jetzigen Zeitpunkt noch rund 5700 Niederlassungen weltweit. Insofern ist das Risiko, dass man als regelmäßiger Kunde plötzlich nicht mehr in seine liebgewonnene Filiale kommt, dann doch noch überschaubar. Mit den bereits geplanten Schließungen in den kommenden Jahren steigt die Wahrscheinlichkeit allerdings deutlich an.

Zumal nicht absehbar ist, dass das Unternehmen noch einmal eine Trendwende schafft. Denn die Ursachen sind nur in einem engen Rahmen hausgemacht. Das Kernproblem liegt darin, dass der Markt sich in den letzten Jahren gravierend verändert hat und Spiele immer stärker als Downloads gekauft werden. Die Handelskette versucht sich deshalb immer stärker mit Gaming-Hardware und Merchandising-Artikeln über Wasser zu halten und muss dabei natürlich mit dem bequemen Online-Shopping konkurrieren.

Siehe auch: Niemand will viel für GameStop zahlen: Rettungsversuch gescheitert
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