Tesla-Akkus retten aktuell den alltäglichen Handel in Simbabwe

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[o1] Zonediver am 04.09. 16:41
+9 -6
Die sollten mal ihre Prioritäten überdenken...
Kein Strom den ganzen Tag, aber Mobiltelefone und digitale Zahlungssysteme... alter Schwede!
[re:1] wertzuiop123 am 04.09. 16:44
+4 -3
@Zonediver: Wer ist "die"? Ist für den Strom nicht der Staat zuständig (bzw. in dem Fall Econet Wireless / deren wirtschaftliches Interesse)? Die Leute wollen anscheinend dennoch Smartphones besitzen.
[re:1] 0711 am 04.09. 17:40
+3 -1
@wertzuiop123: In den wenigsten staat ist der staat für den strom zuständig, auch in simbabwe nicht. Econet Wireless hat zwar sicher ein wirtschaftliches interesse an stabiler stromversorgung aber ist eigentlich nicht deren aufgabe
[re:2] Yamben am 04.09. 16:47
+8 -2
@Zonediver: Stimmt, die sollten lieber Ziegen gegen Kühe tauschen... oder wie?! Ach ne, wahrscheinlich lieber Bargeld! Weil das so viel einfacher ist und sicherer als digitale Zahlungssysteme, und perfekt ohne Strom funktioniert. Schon klar...
[re:1] 0711 am 04.09. 17:43
+6 -2
@Yamben: Zumindest würde bargeld ohne strom funktionieren, hier sieht man wie man dank elektronischer zahlungsmittel sehr einfach ein land komplett lahm legen kann
[re:1] Yamben am 04.09. 18:03
+6 -4
@0711: Jau, mit unregelmäßigem 4 Stunden Strom am Tag. Das wird super. Strom ist da: Alle erstmal schnell zur Bank zum Bargeld holen, Bargeld einzahlen von den Geschäften usw. usw.
Ach, und die Geschäfte in denen man dann Bar bezahlt und auf die Hand geschrieben Quittungen wartet weil die Kassen ja leider gerade kein Strom haben.
Plus, natürlich, das ganze Problem mit der Herstellung des Geldes und des Fälschungssicher machen in einem Land wo man nur 4 Stunden Strom hat.

Du hast vollkommen recht, jetzt sehe ich auch wie viel einfacher Bargeld doch wäre.. ;)
[re:1] 0711 am 04.09. 18:07
+3 -2
@Yamben: Als in so einem Land Wert auf Quittungen gelegt werden oder diese gar maschinell erstellt werden...sischer. Die Herstellung des Geldes durch die Zentralbank sollte nicht so ernsthaft das Problem sein...fälschungen sind aber sicher ein Thema.
[re:2] Yamben am 04.09. 18:12
+7 -2
@0711: Ich glaube auch das man (auch) in so einem Land einen Beleg haben möchte das man etwas Bezahlt hat. Sonst kann ja jeder jeden nach einem Geschäft einfach als Dieb bezeichnen.
Bargeld hat so unglaublich viele Nachteile und wäre es wirklich von Vorteil: Dann hätten die sicher Bargeld in Simbabwe...
Das ist so ein Urdeutsches denken das Bargeld irgendwie das einfachste ist. Das super aufwendige "drumherum" bei Bargeld wird einfach weg ignoriert.
[re:3] 0711 am 04.09. 18:40
+3 -1
@Yamben: Und das ur-simbabwische ist dass 1 dollar nur 40 cent wert ist....dank digitaler währung. Ein echter vorteil
[re:4] Bautz am 05.09. 12:13
+ -1
@0711: Ein Simbabwe-Dollar ist 40 €cent wert.
Ein Yen ist übrigens weniger als einen Cent wert.
Und ein US-Cent ist nur 0,9 €-cent Wert.
Und ein €c ist wiederrum nur 0,0000001 Bitcoins wert.
[re:5] 0711 am 05.09. 12:48
+ -
@Bautz: Nein, man bekommt durch das elektronische zahlungssystem nur 40%des Wertes
Es geht dabei nicht um wechselkurse, wobei 1 simbabwe dollar etwa 0,0025€ wert wäre
[re:3] Frommi am 04.09. 20:59
+2 -2
@Zonediver: es gibt zahlreiche Vorteile durch Smartphones, insbesondere auch in ärmeren Ländern

Viele Menschen haben nun mal keine Bank in ihrer Nähe. Viele Menschen mussten früher sogar mehrere Tage reisen, bis sie bei ihrer Bank Bargeld abgeholt hatten. Das verursachte einen hohen Zeitaufwand, einiges an Reisespesen, die Bank verlangt auch Spesen und nicht zuletzt ist man mit dem vielen Bargeld schnell ein leichtes Opfer für Diebe und Räuber. Nicht zu vergessen, dass das eigene Haus dadurch tagelang leersteht bzw durch schwächere Familienmitglieder verteidigt werden musste.

Auch ein sehr wichtiger Punkt ist, mit dem Smartphone kann man mit Händlern viel leichter in Kontakt kommen. Ein Bauer kann zb bei sehr vielen Händlern (welche eine genügend gute Bewertung vorweisen können) gleichzeitig die Preise für zb Getreide vergleichen und sich so einen guten Händler aussuchen. Bei Lieferung wird digital bezahlt, was nur ein paar Sekunden dauert (falls das Internet läuft). Wird die Ware zu spät geliefert, kann man sich schnell einen anderen Händler aussuchen.

Das war früher ohne Internet nicht mal im Ansatz möglich, mit einer handvoll Händlern musste man in einer weit entfernten Stadt sich treffen und man musste hoffen, dass die dortigen Händler einem nicht zu stark über den Tisch ziehen.

Nicht zu vergessen, digitales Geld lässt sich viel leichter nach verfolgen, was das klauen der digitalen Währung deutlich erschwert.

Weitere Möglichkeiten mit dem Smartphone sind, im Kontakt mit Verwandten zu bleiben, Nothilfe anfordern zu können, Neuigkeiten aus der Umgebung zu bekommen (zb über gesperrte Strassen), Wetterbericht und noch vieles mehr.

Kurzum für sehr viele Menschen ist das Smartphone ein gewaltiger Segen und damit wichtiger als so manch anderes.
[re:4] LiaS am 05.09. 09:55
+ -
@Zonediver: Ein Problem ist, dass die eine Hyperinflation haben/hatten deshalb hat das ganze Land komplett auf Digital umgestellt. Sollte womöglich noch im Artikel erwähnt werden.
[o2] ott598487 am 04.09. 17:02
+10 -
Despoten wie Mugabe und Nachfolger oder Chavez und Maduro sei Dank, dass die Bevölkerung in diesen und ähnlichen Ländern unter unmenschlichen Zuständen, und dies ist nicht nur auf Strom und Mobilfunk bezogen, dahin vegetieren muss.
[o3] EinerVomPack am 05.09. 07:00
+4 -
Eigentlich eher ein Grund, BARgeld zu nutzen statt digitales Geld...
[o4] Dr. MaRV am 05.09. 08:20
+3 -2
Wenn ich solche News lese, 18 von 24 Stunden kein Strom, frage ich mich was aus den Milliarden seit den 70ern geworden ist? Inzwischen werden es in Summe schon Billionen sein. Afrika ist und bleibt ein Fass ohne Boden. Es ist ein Kontinent der Klimatisch und Geographisch nicht in der Lage ist und niemals war, derart viele Menschen zu ernähren und ihnen Wohlstand zu sichern. Trotzdem explodieren die Bevölkerungszahlen.
Das viele Geld scheint irgendwo in den Taschen vermeintlich westlicher Investoren und korrupten Regierungen zu versickern.
[re:1] Adorno am 05.09. 08:30
+1 -3
@Dr. MaRV: Die Bevölkerungsdichte in Afrika ist wesentlich geringer als in Europa, selbst für afrikanische Verhältnisse sehr dicht besiedelte Länder können mit Europa nicht mithalten: Nigeria 201 Einwohner pro km², Deutschland 232 Einwohner pro km², Niederlande 413 Einwohner pro km². Bei entsprechender Politik bietet dieser Kontinent problemlos die Grundlagen für das Leben seiner Bewohner. Sie sollten sich das nicht so einfach machen und alles auf das Bevölkerungswachstum schieben.

Die Probleme dort sind historisch gewachsen, vor allem Nachfolgen des Kolonialismus. Ein Vielfaches der "Milliarden seit den 70ern" wurde und wird durch unfaire Handelsbedingungen aus vielen dieser Länder herausgepresst.
[re:1] Dr. MaRV am 05.09. 11:54
+1 -
@Adorno: Dennoch ist es eine Tatsache, dass Afrika Klimatisch und auch Geologisch nicht in der Lage ist, ohne immensen Einsatz von Wasser und Dünger ausreichend fruchtbaren Ackerboden bereitzustellen. Das ist die Grundvorraussetzung um eine Bevölkerung zu ernähren. Afrika und Wasser, das kennen wir alle... . Da bringt es auch nichts Rosinenpickerei zu betreiben und die beiden am dichtesten besiedelten europäischen Länder als Beispiel heranzuziehen, der Großteil Europas ist deutlich dünner besiedelt als Deutschland oder Holland.

Es leben ca. 1,22 Milliarden Menschen auf dem afrikanischen Kontinent, Europa hat mit ca. 715 Millionen nur etwas mehr als die Hälfte zu ernähren. 2050 Wird Afrika laut UNICEF 2 Milliarden Menschen ernähren müssen. Wenn das unaufhaltsame Wachsen der Bevölkerung nicht das Hauptproblem ist, dass dieser wie auch alle anderen Kontinente und unser Planet als ganzes haben, dann ist man entweder Weltfremd oder lebt hinterm Mond.
800 Millionen in nur 30 Jahre das muss man sich mal vorstellen! Für die letzten 800 Millionen hat man noch 60 Jahre benötigt.
[re:2] caZper am 05.09. 09:30
+ -
@Dr. MaRV: Afrika wird klein gehalten. Zum Beispiel wird subventioniertes EU Milchpulver vor Ort günstiger verkauft wird als lokal erzeugte Milch. Google mal nach "Freihandelsabkommen EPA"
[re:1] Dr. MaRV am 05.09. 11:57
+1 -
@caZper: Es ist aber auch so, dass aufgrund von Hilfslieferungen die eigene und selbstständige Versorgung verloren gegangen ist. Das sage nicht ich sondern die kenianische Menschenrechtlerin Fatuma Abdulkadir Adan.
[re:1] Bautz am 05.09. 12:19
+3 -1
@Dr. MaRV: Eigentlich ist es ja noch schlimmer. In dem man Hilft dass die Leute nicht verhungern ... verhungern sie eben nicht sondern sorgen für mehr (ebenfalls nicht sofort verhungernden) Nachwuchs.

Wegschauen klingt grausam, ist es auch, würde das Problem aber nicht weiter verschärfen. Das ganze ist natürlich ein riesiges moralisches Dilemma.
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