Überhitzung: Erste Airline verbietet Mitnahme sämtlicher MacBooks

Von Stefan Trunzik am 28.08.2019 09:27 Uhr
7 Kommentare
Die Fluggesellschaft Virgin Australia hat sich dazu entschlossen, die Mit­nahme sämtlicher Apple MacBook-Modelle in aufgegebenen Gepäckstü­cken zu verbieten. Obwohl nur ein Bruchteil der Laptops von Akkuproble­men betroffen ist, setzt man alle MacBooks auf die Gefahrgutliste.

Bereits im Juni 2019 startete Apple ein Austauschprogramm für MacBook Pro-Modelle mit 15-Zoll-Display, die zwischen 2015 und 2017 verkauft wurden. Bei einigen Geräten kann es dazu kommen, dass der integrierte Akku überhitzt und somit ein Sicherheitsrisiko darstellt. Mitte August reagierte die US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) und erteilte den betroffenen Notebooks ein Flugverbot. Dieses wird nun von der Fluglinie Virgin Australia besonders hart umgesetzt, indem direkt alle MacBooks aus den Frachträumen verbannt werden.

Apples neues MacBook Pro: So lautet das Urteil eines Pro-Nutzers

MacBook-Mitnahme im Handgepäck weiterhin möglich

Scheinbar würde die Kontrolle auf möglicherweise fehlerhafte Apple-Notebooks vor Ort zu viel Zeit in Anspruch nehmen, weshalb man sich für die strikte Einschränkung entschieden hat. Betroffen ist jedoch lediglich das aufgegebene Gepäck, im Handgepäck können Mac­Books wie gewohnt mitgeführt werden, wenn es sich nicht um eines der pro­blem­be­haf­te­ten Geräte handelt. Wie lange das MacBook-Verbot bei Virgin Australia andauern wird, ist nicht abzusehen. Auch Fluggesellschaften wie Lufthansa, Singapore Airlines und Tuifly haben auf den "Rückruf" reagiert, verbieten jedoch nur die Mitnahme von MacBook Pro 15-Modellen, die zwischen September 2015 und Februar 2017 verkauft wurden.

Auf einer Apple-Webseite zum Rück­ruf­pro­gramm für die Batterie des MacBook Pro (15") können Besitzer anhand der Seriennummer überprüfen, ob ihr macOS-Laptop zu den be­trof­fe­nen Produkten gehört und einen Aus­tausch des Akkus im Apple Store oder bei einem autorisierten Apple Service Provider in Auftrag geben. Der US-amerikanische Her­stel­ler gibt hier jedoch an, dass die Service­ar­bei­ten zwei bis drei Wochen in An­spruch nehmen kön­nen. Betroffen ist das Modell "Apple MacBook Pro (Retina, 15", Mitte 2015)".

Siehe auch:

Quelle: AppleInsider
7 Kommentare lesen & antworten
whatsapp
Jede Woche neu: Top-News per E-Mail
Verwandte Themen
Apple
Desktop-Version anzeigen
Hoch © 2000 - 2020 WinFuture Impressum Datenschutz