Betrügereien per Sprachassistenten werden immer mehr zur Plage

Von Witold Pryjda am 22.08.2019 17:51 Uhr
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Sprachassistenten wie Siri, Alexa und Google Assistant werden immer populärer, immer mehr Menschen fragen per Sprachbefehl nach Informationen. Das haben nun auch Betrüger für sich entdeckt, denn zuletzt sind auf diese Weise Fake-Support-Hotlines unters Hilfe suchende Volk gebracht worden.

An sich denken viele Nutzer, dass das jeweilige Unternehmen für den jeweiligen KI-unterstützten Sprachassistent geradesteht, also dass die Information direkt von Google, Apple und Co. kommt. Das ist aber nicht ganz richtig, denn diese Assistenten sind auch nur so gut wie die Suchergebnisse aus dem Web.

Die Masche ist verhältnismäßig simpel: Wie das Better Business Bureau (BBB) berichtet, versuchen die Scammer Kunden auf gefälschte Hotline-Nummern zu lotsen. So beschreibt das BBB ein Beispiel, bei dem ein Flugpassagier die Nummer der Airline gesucht hat, um den gebuchten Sitz für einen bevorstehenden Flug zu ändern. Dazu hat er einen Sprachassistenten verwendet. Doch bei der Nummer, die dabei ausgespuckt wurde, handelte es sich um einen Fake, über den ein angeblicher Mitarbeiter versucht hat, dem Kunden eine Geschenkkarte für 400 Dollar anzudrehen.

In einem anderen Fall wollte ein Nutzer per Siri den Support eines Drucker-Herstellers erreichen, landete aber stattdessen bei einem kostenpflichtigen Tech-Support-Scam. Betrügereien dieser Art sind laut BBB besonders gefährlich, weil die Opfer nicht angerufen werden, sondern diese Telefonate selbst initiieren und damit auch deutlich empfänglicher sind für die Tricks der Scammer.

Direkt beim Hersteller

Man kann aber verhältnismäßig leicht verhindern, zum Opfer dieser Masche zu werden. Das BBB empfiehlt, nach Hotline-Nummern auf den Webseiten der Hersteller direkt zu suchen. Denn auch eine Suche per Google kann zu manipulierten Ergebnissen und falschen Nummern führen. Beim Bezahlen sollte man in solchen Fällen besonders vorsichtig sein und im Bedarfsfall zu einer Kreditkarte greifen, da man diese Transaktionen auch nachträglich beanstanden kann.
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