Apple-CEO Tim Cook warnt Trump: Neue Strafzölle helfen Samsung

Von Stefan Trunzik am 19.08.2019 08:00 Uhr
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Am Freitag trafen sich Apple-CEO Tim Cook und US-Präsident Donald Trump, um über die geplanten Strafzölle auf importierte Elektronik­produkte aus China zu sprechen. Diese sollen Apple hart treffen und dabei dem großen Konkurrenten Samsung in die Karten spielen.

Bereits am 1. September sollen im Handelsstreit zwischen den USA und China seitens US-Präsident Trump neue Strafzölle erlassen werden. Diese könnten die Preise importierter Technik-Produkte zumindest in den Vereinigten Staaten um 10 Prozent erhöhen. Apples luk­ra­tiv­ste Produkte, wie das iPhone, iPads und MacBooks würden davon vorerst verschont blei­ben, könnten aber von einer weiteren Welle von Strafzöllen am 15. Dezember getroffen wer­den. AirPods, HomePods und die Apple Watch hingegen werden schon in wenigen Wochen von einer Preiserhöhung bedroht.


Strafzölle schaden Apple und helfen Samsung

In den vergangenen Tagen suchte dahingehend Tim Cook das Gespräch mit US-Präsident Donald Trump, der sich in der vergangenen Nacht zum Abendessen mit dem Apple-CEO äu­ßer­te. Laut Trump hat Cook ein gutes Argument vorgebracht, da die Strafzölle zum einen dem Konzern aus Cupertino finanziell schaden, zum anderen dem südkoreanischen Kon­kur­ren­ten Samsung einen Vorteil verschaffen. Während Apple den Großteil seiner Pro­duk­te in China fertigen lässt, verlagerte Samsung seine Produktion vor allem in Länder wie Vietnam, Indien und Indonesien. Somit werden die Südkoreaner größtenteils von den an­ste­hen­den Strafzöllen verschont.

Wie Trump in den letzten Monaten immer wie­der betonte, wäre ihm eine Produktion von Apple-Produkten direkt in den USA am liebsten. Er wird jedoch über das Gespräch mit Tim Cook nachdenken. Als Hauptleidtragender im Han­dels­krieg zwischen den USA und China steht immer wieder der chinesische Hersteller Huawei im Fokus, dem dadurch die wichtige Android-Lizenz entzogen werden könnte. Ebenso sehen sich aber auch andere Großkonzerne bedroht. Sony, Microsoft und Nintendo stellen sich zum Beispiel gemeinsam gegen die geplanten Straf­zölle und Sanktionen der US-Regierung.

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