Benchmarks: Intel versucht sich gegen die AMD-Übermacht zu wehren

Von Stefan Trunzik am 15.08.2019 17:02 Uhr
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Mit dem neuen Core i9-9900KS versucht Intel den stark nachgefragten AMD-Prozessoren Ryzen 9 3900X und Ryzen 7 3700X Paroli zu bieten. Erste Benchmarks aus der Datenbank des 3DMark zeigen jedoch: Der 5-GHz-Plan des Achtkerners könnte wieder nicht aufgehen.

Intel hat es derzeit nicht leicht dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis der kürzlich ein­ge­führ­ten AMD Ryzen 3000-Prozessoren entgegenzuwirken. Daran scheint auch die im Mai an­ge­kün­dig­te Special Edition Intel Core i9-9900KS kaum etwas zu ändern. Der 8-Kern-Chip der neunten Generation (Coffee Lake) soll noch in diesem Jahr erscheinen und zeigt sich nun in ersten, wenn auch unbestätigten Benchmarks. Laut Hersteller und Datenbankeintrag des 3DMark werden alle acht Kerne mit einem Turbotakt von 5,0 GHz betrieben, womit der Prozessor 300 MHz mehr liefert als der normale Core i9-9900K(F).

Intel Core Prozessoren der "9. Generation"

Auch der Intel Core i9-9900KS kann es nicht richten

Mit diesem Turbo Boost erreicht er im 3DMark Fire Strike einen Physics-Score von 26.350 Punkten. Damit liegt er knapp fünf Prozent über den üblichen Werten des 9900K. Mit dem preislich ebenbürtigen AMD Ryzen 9 3900X, der hingegen auf 12 Kerne setzt, kann der neue Intel Core i9-9900KS nicht mithalten. Er punktet im selben Test problemlos mit einem Wert von 30.000 und ist somit 10 bis 15 Prozent schneller. Vergleichbar sind die Ergebnisse eher mit dem AMD Ryzen 7 3700X (8 Kerne / 4,4 GHz), der jedoch deutlich weniger kostet und zudem mit einer 65 Watt TDP auch noch weniger Strom verbraucht.

Im Single-Core-Betrieb dürfte der Core i9-9900KS mit seiner hohen Taktrate die Nase jedoch vorn haben, allerdings nicht weit. Letzt­end­lich führt Intel hier eine werksseitig über­tak­te­te Version des 9900K ein, die wahr­schein­lich mit einem Preisschild über 500 Euro ver­se­hen wird. Der Erfolg der neuen Ryzen-CPUs der dritten Generation dürfte also weiter anhalten und das bevorstehende Weihnachtsgeschäft ordentlich aufmischen. Zumindest wenn AMD die Lager mit ausreichenden Stückzahlen befüllen kann.

Siehe auch:

Quellen: GameStar, Notebookcheck
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