"Keiner sollte behaupten, dass es kein Lag gibt": Phil Spencer zu xCloud

Von John Woll am 14.08.2019 19:40 Uhr
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Microsoft will den Gaming-Streaming-Dienst xCloud noch in diesem Jahr starten, Microsoft Xbox-Chef Phil Spencer dämpft jetzt in einem Inter­view aber deutlich die Erwartungen. Bis Game-Streaming Mainstream ist, werde es noch Jahre dauern. Auch mit einem Blick auf die Konkurrenz betont der Microsoft-Manager, dass aktuell damit niemand Gaming ohne Lags realisieren könne.

Phil Spencer zieht bei den Erwartungen rund um xCloud die Handbremse an

Mit der Vorstellung von Diensten wie Stadia von Google oder Project xCloud von Microsoft könnte man den Eindruck gewinnen, dass das Streamen von Spielen schon sehr bald die aktuellen Möglichkeiten zwischen Konsolen und PCs ersetzt. Geht es nach dem Xbox-Chef Phil Spencer sollten interessierte Nutzer aber ihre Erwartungen für die nächsten Jahre deutlich zurückschrauben. In einem Interview mit Gamespot verpasst der verantwortliche Microsoft-Manager jetzt aller Euphorie rund um die neue Technologie einen erstaunlich starken Dämpfer.



Spencer betont zwar, dass Game-Streaming "eine der Richtungen ist, in die sich die Gaming-Industrie entwickelt" und es ein "unausweichlicher Teil von Gaming" sein werde, aus seiner Sicht dürfe man die Geschwindigkeit, mit der ein Übergang möglich ist, nicht zu sehr anpreisen. "Ich denke, es ist noch Jahre davon entfernt, ein Mainstream-Weg zu sein, wie Nutzer spielen. Ich meine viele, viele Jahre", so Spencer. Der Microsoft-Manager zieht hier Parallelen zur 20-jährigen Entwicklungsgeschichte von Netflix. "Game-Streaming wird es wohl schneller als in 20 Jahren schaffen, aber es werden keine zwei Jahre sein. Es geht hier um einen Technologiewechsel. Auch, wenn es einem so vorkommt, als würde das über Nacht passieren, das tut es nicht", so Spencer.

Xbox One X: Die aktuell leistungsstärkste Microsoft-Konsole

Praktisch aber mit Lag

Wie Spencer weiter ausführt, sei es natürlich eine attraktive Idee, Xbox Spiele auf dem Smartphone nutzen zu können, allerdings gäbe es dabei zum Beispiel im Vergleich mit dem Spielen auf der Konsole auch klare Nachteile: "Ich denke, niemand sollte behaupten, dass es kein Lag gibt. Die Erfahrung ist nicht die gleiche, als wenn das Spiel auf der Xbox One X läuft", so Spencer. Gerade in dieser Hinsicht waren bei ersten öffentlichen Tests der Systeme Zweifel aufgekommen, der Xbox-Manager spricht hier jetzt erstmals erstaunlich offen über die Einschränkungen - wie diese im Alltagsbetrieb ausfallen, muss sich zeigen.

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