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Nubia Z20: Smartphone mit vollwertigem Display hinten, ohne Frontcam

Von Roland Quandt am 09.08.2019 17:15 Uhr
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Darf es ein bisschen mehr Display sein? Der chinesische Hersteller ZTE verfolgt mit dem Nubia Z20 sein Konzept weiter, Smartphones mit einem kleineren Zusatzdisplay auf der Rückseite auszurüsten. Das neue Topmodell, welches ab September auch in Europa zu haben sein soll, hat deshalb nicht nur einen fast randlosen Bildschirm und keine Frontkamera verbaut, sondern obendrein auch noch ein gut fünf Zoll großes zweites OLED-Panel auf dem Rücken.

Das Nubia Z20 ist im Grunde ein weiteres, auf aktuellster Technik basierendes High-End-Smartphone, bei dem der Hersteller versucht, mit einigen Alleinstellungsmerkmalen zu punkten. Der auffälligste Unterschied, ist im normalen Betrieb gar nicht erkennbar - das auf der Rückseite zusätzlich verbaute Display ist nämlich unter der Glasabdeckung in Gehäusefarbe im ausgeschalteten Zustand gar nicht zu erkennen. Erst wenn man es aktiviert, wird dieses 5,1 Zoll große OLED-Panel mit 1520x720 Pixeln und somit HD+ Auflösung überhaupt sichtbar.

ZTE Nubia Z20


ZTE Nubia Z20

ZTE nutzt das Panel, um einerseits Benachrichtigungen und allerhand andere Informationen anzuzeigen, der Hauptzweck sind jedoch Fotos, die man auf diese Weise auch als Selbstporträt mit der leistungsstarken Hauptkamera aufnehmen kann. Darüber hinaus kann das Nubia Z20 auch vollständig über das rückwärtige Display bedient werden, denn es steht die komplette Android-Oberfläche genauso "hinten" zur Verfügung wie auf dem mit 6,42 Zoll üppig dimensionierten OLED-Bildschirm im 19,5:9-Format, der mit 2340x1080 Pixeln auf der Front verbaut ist.

ZTE Nubia Z20

Das Panel hat einen optionalen High-Brightness-Modus, durch den es bis zu 600 Candela erreichen kann, während im Normalbetrieb 430 Candela üblich sind. Die Ränder sind außerdem leicht nach hinten abgerundet, was zwar für ein bequemes Halten sorgt, andererseits aber eben auch für manche Anwender störende Reflexionen verursachen kann. Zumindest auf ZTEs Marketing-Bildern ist das Z20 obendrein im Grunde "randlos", so dass selbst am unteren Ende kein breiterer Rand vorhanden ist als oben. Anders als inzwischen fast schon "üblich", sitzt der Fingerabdruckleser nicht direkt unter der Bildschirmoberfläche. Stattdessen sind links und rechts am Gehäuse gleich zwei kapazitive Fingerabdruckleser im Einsatz.

Schnellster Prozessor für Android-Smartphones unter der Haube

Unter der Haube steckt der aktuelle Qualcomm Snapdragon 855 in der neuen Plus-Version, die mit bis zu 2,96 Gigahertz Taktrate neue Rekorde aufstellt und der derzeit schnellste Prozessor für Android-Smartphones ist. Der Arbeitsspeicher ist je nach Modell sechs oder acht Gigabyte groß, während der interne Flash-Speicher, der übrigens den ultraschnellen neuen UFS-3.0-Standard nutzt, jeweils 128 oder 512 Gigabyte groß ist.

Bei den Kameras setzt ZTE auf eine aktuell recht häufig verwendete Kombination aus drei Kameras. Der Hauptsensor ist ein Sony-Chip mit 48 Megapixeln und optischem Bildstabilisator, dem man eine 16-Megapixel-Kamera mit Ultraweitwinkel-Optik und 122 Grad breitem Sichtfeld sowie einen 8-Megapixel-Kamera mit zweifachem optischem Zoom zur Seite stellt. Interessant ist, dass ZTE gleich zwei LED-Blitze links und rechts vom waagerecht verbauten Kamerapaket einsetzt.

Gefunkt wird mittels Gigabit-LTE, Bluetooth 5.1 und Gigabit-WLAN mit Dual-Band-Support, wobei im offiziellen Datenblatt leider kein NFC erwähnt wird. Der Akku des Nubia Z20 ist mit 4000mAh recht üppig dimensioniert. Geladen wird mittels USB-C-Anschluss, wobei dank Quick Charge 4.0 bis zu 27 Watt in den Stromspeicher gepumpt werden. Das Gesamtpaket steckt in einem aus Aluminium gefertigten Gehäuse, das in drei Farben zu haben ist. Einen Kopfhöreranschluss gibt es wie so oft nicht. Als Betriebssystem läuft ein relativ stark angepasstes Android 9.0 "Pie".

In China wird das Nubia Z20 ab dem 16. September zu Preisen ab umgerechnet rund 440 Euro verkauft. Im September soll der Launch auch in Europa erfolgen, wobei dann sicherlich Preise unter 600 Euro angestrebt werden dürften.
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