ZenFone 6: ASUS verhaut Update so sehr, dass Smartphones sterben

Von Roland Quandt am 09.08.2019 15:24 Uhr
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Der taiwanische PC-Hersteller ASUS hat ein aktuelles Software-Update für sein neues High-End-Smartphone ZenFone 6 offenbar so dermaßen verhauen, dass es bei einigen bereits in Kundenhand befindlichen Geräten zu Defekten kommt. ASUS selbst rät betroffenen Kunden, ihr Smartphone austauschen zu lassen.

Das Software-Updates Fehler enthalten und daher manchmal schief gehen können, ist hinreichend bekannt. Dass ein Update für ein Smartphone aber zu einer so starken Beeinträchtigung der Funktion führt, dass der Hersteller das Gerät austauschen muss, ist dann doch eher selten. Genau das ist nun aber offenbar im Fall des gerade erst in den Markt gestarteten ASUS ZenFone 6 der Fall - das letzte Software-Update für das Gerät, welches eigentlich Fehler beseitigen sollte, sorgt für massive Probleme.

Smartphone mit Klappkamera: Das Asus ZenFone 6 Hands-on
Anscheinend sorgt das Update mit der Versionsnummer 16.1220.1906.167 sogar für einen Hardware-Defekt, der wiederum den willkürlichen Absturz bestimmter Apps, ein plötzliches Einfrieren des gesamten Systems und unerwartete Neustarts zur Folge haben kann. In einem Eintrag in ASUS' Support-Foren spricht ein Mitarbeiter des Herstellers von einer "Fehlfunktion des Mainboards", die in Folge des Updates auftreten kann.

Kein genereller Fehler

Genaue Informationen darüber, was da genau kaputtgehen kann, veröffentlichte ASUS bisher nicht. Ebenso ist noch unklar, wie viele Geräte von dem Problem betroffen sind. Bisher ist nur bekannt, dass nicht alle ZenFone 6 nach dem Update plötzlich und unerwartet "über den Jordan gehen". So sind die an Blogger und andere Medienvertreter verteilten Modelle nach aktuellem Kenntnisstand nicht betroffen und auch die von ASUS an Entwickler ausgegebenen Geräte fielen laut XDA Developers dem Problem bisher nicht zum Opfer.

Betroffene Nutzer hatten berichtet, dass sie ihr Smartphone teilweise gar nicht mehr einschalten könnten, Netzwerk- und Mobilfunkverbindungen unter Umständen innerhalb von kurzen Abständen gekappt und wieder hergestellt werden und in einigen Fällen nach mehreren Tagen ständiger Reboots ein vollständiger Ausfall des Geräts folgen kann. Ob ASUS die Auslieferung des Updates auf Version .167 mittlerweile gestoppt hat, ist derzeit noch unklar.

Der ASUS-Mitarbeiter aus den Zentalk-Foren forderte die betroffenen Käufer des ZenFone 6 auf, ihr Gerät bei einem Service-Center des Unternehmens einzuschicken, um so den Austausch der fehlerhaften Mainboards zu veranlassen. Ein einfaches Software-Update könne den Fehler nicht beseitigen, da dadurch das grundlegende Hardware-Problem nur vorläufig "vertuscht" werde. Das ASUS ZenFone 6 ist ein sehr günstiges High-End-Smartphone, das vor allem mit einem großen Akku und einem fast vollflächigen Display überzeugen will, bei dem man durch die Verwendung eines klappbaren Kameramoduls ganz auf eine "Notch" oder ein Loch im Display verzichtet.
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