AMD legt nach: Neue Epyc-CPUs erobern Datenzentren - auch bei Google

Von Christian Kahle am 08.08.2019 13:34 Uhr
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Der Chiphersteller AMD hat den Druck auf den Marktführer Intel in den letzten Monaten hoch gehalten - und legt jetzt noch einmal ordentlich nach. Dem großen Konkurrenten will man jetzt in dessen lukrativsten Zukunftsmarkt ordentlich auf die Pelle rücken: Den Datenzentren. Und mit Google hat man auch schon einen Vorzeigekunden gefunden.

Vor vielen Jahren konnte AMD mit seinen damaligen Opteron-Prozessoren im Server-Segment Marktanteile von bis zu 20 Prozent erreichen. Dann aber kam es immer wieder zu Verzögerungen bei der Bereitstellung neuer Produkte und wenn diese dann kamen, hielten sie die Performance-Zusagen nicht ein. Daraufhin verschwand das Unternehmen nahezu komplett aus dem Bereich.

Das soll sich mit den neuen Epyc-Prozessoren allerdings ändern und die bisher auf den Markt gekommenen Chips erhielten auch gute Kritiken. Das reicht allerdings nicht, wenn es darum geht, den langsamer und langfristiger tickenden Markt der Datenzentren zu erobern. Hier will nun die Firmenchefin Lisa Su als Garant für Kontinuität stehen. Mit den entsprechend guten Produkten, versteht sich.

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Halber Preis bitte

Aktuell ist AMD hier durchaus gut aufgestellt. Die neuen Epycs werden in 7-Nanometer-Designs gebaut und können bis zu 64 Kerne mitbringen. Und die Chips sind nicht nur in der Anschaffung billiger als die Konkurrenzprodukte, was bei Datenzentren nur ein kleinerer Aspekt ist. Laut Su können Betreiber von Server-Farmen auch damit rechnen, dass die hohe Leistung und die wesentlich verbesserte Effizienz die Betriebskosten für eine definierte Aufgabe bis zur Hälfte senken kann.

Und dass dieses Argument ankommt, belegen nun nicht mehr nur einige kleinere Referenzkunden. Wie die AMD-Chefin erklärte, habe auch Google bereits begonnen, in seinen Datenzentren Server mit Epyc-Prozessoren einzusetzen. Und das passiert letztlich nicht ohne entsprechend genaue Kalkulationen.

Siehe auch: AMD Ryzen 3000: Noch mehr Leistung dank neuer Chipsatz-Treiber
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