AMD Ryzen 3000: Noch mehr Leistung dank neuer Chipsatz-Treiber

Von Stefan Trunzik am 06.08.2019 14:50 Uhr
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Für die AMD Ryzen 3000 Prozessoren steht ein neuer Chipsatz-Treiber zum Download bereit, der den CPUs mehr Performance beschert. Erste Tests mit dem dadurch beschleunigten Ryzen 9 3900X zeigen den Leistungs-Schub vor allem bei Single-Thread-Anwendungen.

Eigentlich wollte AMD mit dem Update auf die Chipsatz-Treiber-Version 1.07.29 haupt­säch­lich die Reaktionszeiten, den Boost-Modus und den damit verbundenen Strom­ver­brauch optimieren. Am Ende ist es vor allem ein kleines Leistungsplus, von dem Besitzer der neuen Ryzen 3000-CPUs profitieren. Passende Benchmarks dazu kommen von den Kollegen bei Techpowerup, die den AMD Ryzen 9 3900X nach dem Treiber-Update noch einmal durch ihren umfangreichen Testparcours haben laufen lassen.

Mehr Leistung für Anwendungen mit geringerer Kern-Nutzung

Man spricht von Performance-Steigerungen, die je nach Anwendung oder Spiel bis zu acht Prozent betragen können. In der Praxis soll vor allem Software von dem Update profitieren, die auf einen oder nur wenige Kerne des Ryzen-Prozessors zugreift. Dazu zählen unter an­de­rem auch Microsoft Office Programme wie Word, Excel und PowerPoint. Auch Software zum Bearbeiten von Fotos und Videos, wie zum Beispiel Adobe Photoshop und Premiere Pro, pro­fi­tie­ren mit ein paar Prozentpunkten von der Mehrleistung.

Im Gaming-Bereich spielt der neue Chipsatz-Treiber zumindest in Verbindung mit dem AMD Ryzen 9 3900X (12 Kerne / 24 Threads) kaum Vorteile aus. Steigerungen sind zwar erkennbar, allerdings liegen diese teilweise unter zwei Pro­zent. Vor allem im für den High-End-Pro­zes­sor wichtigen Auflösungsbereich 1440p und 4K UHD sind die Verbesserungen nicht spürbar, das Durchschnitts-Plus liegt bei circa 0,5 Prozent. Am Stromverbrauch des Testsystems und den Taktraten im Boost Modus hat sich ebenso wenig verändert.

Obwohl Otto Normalverbraucher von der Performance-Steigerung wahrscheinlich nur wenig spürt, lohnt sich das Update auf den AMD Chipsatz-Treiber 1.07.29 auf jeden Fall. Vor allem natürlich für die Ryzen 3000-Besitzer (Zen 2 / 7nm), die stets die bestmögliche Leistung aus ihrem Prozessor herauskitzeln wollen, seien es auch nur drei bis fünf Prozent.
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