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Weniger privat: Apple wertet Kreditkartendaten für Werbeangebote aus

Von John Woll am 06.08.2019 14:29 Uhr
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Apple ist sehr bemüht darum zu betonen, dass man mit den privaten Daten der Nutzer keine Geschäfte machen will. Ein Blick in die AGB zur neuen Apple Kreditkarte zeigt, dass sich der Konzern aber zumindest das Recht vorbehält, Einkaufsverhalten auszuwerten und in E-Mails und Push-Nachrichten darauf basierende Werbung auszuspielen. Allerdings passiere die Auswertung nur lokal im Gerät.

Apple Kreditkarte kommt mit Einwilligung zur Auswertung des Einkaufsverhaltens

Mit der Apple Card will Apple noch in diesem Sommer in das Geschäft rund um Kreditkarten einsteigen und bewirbt sein Angebot dabei mit hoher Sicherheit aber auch mit "Transparenz und Schutz der Privatsphäre". Wie heise schreibt, müssen zukünftige Nutzer der Karte bei der Einrichtung auch Geschäftsbedingungen akzeptieren, die eine recht weitreichende Auswertung des Einkaufsverhaltens durch Apple beschreiben. Der volle Text des "Onboarding" ist bereits in iOS 12.4 einsehbar.

Apple stellt die Kreditkarte Apple Card vor
So schreibt Apple in dem Text, dass Informationen aus dem Apple-Card-Kontostatus durch den Konzern genutzt werden dürfen, um dem Nutzer angepasste Nachrichten zuzusenden, dazu zählen ausdrücklich auch "Marketingbotschaften". Auf Privatsphäre und Datenschutz bedachten Nutzern wird hier aber wohl vor allem der Hinweis darauf sauer aufstoßen, dass Apple dabei auch Daten nutzen will "die nur Sie und Ihr Gerät kennen", gemeint sind damit unter anderem Einkaufsverhalten und Ortsangaben. Apple führt aus, dass so Nachrichten generiert werden können, die höhere Relevanz haben. Apple nennt als Beispiel hier Werbung für Reisen, die ausgespielt wird, weil die Datenauswertung ergeben hat, dass der Kunde viel rund um das Thema Reisen ausgibt.

Apple will es anders lösen

Allerdings will Apple mit einem ausgeklügelten System trotzdem hohe Standards an Privatsphärenschutz bieten können. Demnach werde die Entscheidung zur angepassten Werbung im Gerät selbst, also beispielsweise einem verbundenen iPhone, getroffen. Apple spiele Werbung aus, das Gerät entscheide dann intern, welche Botschaften angezeigt werden. "So wird es uns möglich, sicherzustellen, dass relevante Nachrichten ausgespielt werden, dabei aber der Privatsphärenschutz erhalten bleibt", so der Konzern. Man habe keine Informationen darüber, welche Werbung dem Kunden letztendlich angezeigt wird.
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