Neue Ryzen-Serie: AMD lässt Intel bei Verkäufen in Staubwolke zurück

Von Christian Kahle am 05.08.2019 10:29 Uhr
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AMD hat mit seinen neuesten Ryzen-Prozessoren nicht nur objektiv gute Produkte auf den Markt gebracht, sondern mit den bereitgestellten Modellen auch den Nerv der Nutzer getroffen. Das zeigt exemplarisch ein recht beeindruckender Peak in den Verkaufsstatistiken eines größeren deutschen Anbieters.

Der Händler Mindfactory hat gerade eine Statistik seiner monatlichen Verkäufe diverser Prozessoren veröffentlicht. Über längere Zeit lagen die AMD-Produkte hier bereits in etwa auf einem ähnlichen Niveau wie die Chips von Intel, was auf das etwas spezielle Publikum des Komponenten-Anbieters zurückzuführen ist. Im Juli gingen die Absatzzahlen der AMD-Prozessoren hier aber trotzdem in einem Maße nach oben, die nicht gerade alltäglich ist.

Der Anteil der AMD-Chips an den reinen Verkaufszahlen lag in den letzten Monaten schon bei etwa zwei Dritteln und sprang im Juli auf 79 Prozent nach oben. Allerdings kaufen die Kunden hier oft die günstigeren Chips von AMD, so dass die Umsätze der beiden Anbieter letztlich in etwa auf gleichem Niveau liegen. Im Juli gingen aber eben gerade die neuen AMD-Chips sehr gut weg, so dass auch der Anteil am Verkaufsvolumen auf 75 Prozent kletterte.

CPU-Statistiken von Mindfactory


CPU-Statistiken von Mindfactory

Gesamtmarkt ist träger

Bei dem Komponentenhändler lässt sich im Grunde recht gut verfolgen, wie gut neue Produkte der Hersteller bei den erfahreneren Nutzern ankommen. Gerade diese sind insbesondere vom neuen Flaggschiff Ryzen 9 3900X begeistert, mit dem der kleinere Hersteller dem Marktführer einen ordentlichen Schlag versetzte. Aber eben auch die anderen Chips der neuen Serie finden reichlich Abnehmer.

Das hat allerdings nur bedingt Auswirkungen auf den Gesamtmarkt. Die mit Abstand meisten Prozessoren werden schlicht in fertigen Systemen verkauft. Und hier spielt wesentlich mehr als der einzelne Chip eine Rolle. Insbesondere sind die Bestellungen der PC-Hersteller eine ziemlich träge Geschichte, so dass AMD nach all den Durstjahren noch Probleme hat, hier bereits in nennenswertem Umfang zuzulegen.

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