AV-Test: Windows Defender erreicht erstmals die volle Punkteanzahl

Von Witold Pryjda am 31.07.2019 10:36 Uhr
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Das Magdeburger Sicherheitsinstitut AV-Test und der Redmonder Konzern waren sich viele Jahre nicht grün. AV-Test monierte immer wieder die Fähigkeiten der Antiviren-Lösungen von Microsoft, dort wiederum sah man sich ungerecht behandelt. Heute ist von der Fast-schon-Feindseligkeit der beiden nichts mehr zu spüren, im Gegenteil.

Windows Defender (bzw. Essentials) war lange Zeit für AV-Test ein rotes Tuch, in Redmond und München war man hingegen nicht gut auf die Magdeburger zu sprechen. Vor einigen Jahren fielen die Microsoft-Sicherheitsprodukte immer wieder durch, Microsoft übte hingegen Kritik an der Methodik von AV-Test. Vor etwa drei Jahren begann der Windows Defender sich bei den besseren AV-Suiten zu platzieren, inzwischen kann man sogar von einem Durchmarsch sprechen.

AV-Test: Antivirus-Programme für Windows 10 (Mai/Juni 2019)


AV-Test: Antivirus-Programme für Windows 10 (Mai/Juni 2019)

18 von 18 Punkten

Denn bei den aktuellen Testergebnissen für Windows 10 und Privatanwender (via Dr. Windows) hat der Defender erstmals die volle Punktezahl von 18 Zählern bekommen. Das bedeutet, dass die Microsoft-Suite in Sachen Schutzwirkung, Geschwindigkeit und Benutzbarkeit jeweils sechs Punkte bekommen hat.

Damit konnte sich der Windows Defender in der letzten Kategorie, wo es zuletzt immer wieder Abzüge gab, verbessern, nämlich der Geschwindigkeit. Hier hatte der Microsoft-Virenschutz lange Zeit seine kleine Achillesferse. Diese Kategorie definiert AV-Test als "durchschnittlichen Einfluss des Sicherheitsproduktes auf die Geschwindigkeit des Computers im täglichen Einsatz".

Zwar war der Defender auch schon zuvor nicht wirklich schlecht in Sachen Geschwindigkeit, denn hier gab es lediglich einen halben Punkt Abzug. Doch nun ist auch diese kleine Scharte ausgewetzt. Damit stößt Microsoft in den exklusiven Kreis der "18-Punkte-Hersteller", das waren im Mai und Juni 2019 neben Microsoft auch noch F-Secure, Kaspersky und Symantec. Im Business-Bereich zählt Microsoft nicht dazu, hier gab es einen halben Punkt bei der "Benutzbarkeit" weniger, Grund waren insgesamt fünf Fehlalarme im Mai und Juni.
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