Mit Online-Zwang: DOOM-Trilogie für Switch, Xbox & PS4 veröffentlicht

Von Tobias Rduch am 27.07.2019 22:08 Uhr
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Die ältesten Teile der DOOM-Reihe wurden auf aktuelle Konsolen sowie Smartphones portiert. Ab sofort werden drei Spiele-Titel für die Nintendo Switch, Xbox One, PlayStation 4 und Android-Geräte angeboten. Mobile Nutzer dürften durch den Online-Zwang jedoch stark eingeschränkt sein.

Der Entwickler id Software verkauft die ersten beiden Teile für fünf Euro. Für den dritten Teil werden zehn Euro fällig. Im Preis sind die für das jeweilige Spiel angebotenen Er­wei­ter­un­gen, zum Beispiel The Lost Missions, enthalten. Die portierten Versionen verfügen über die normalen Singleplayer-Kampagnen, einen Split-Screen-Multiplayer und einen Koop-Modus.

Doom, Doom 2 und Doom 3 - Trailer zu den Neuauflagen

Bethesda-Account erforderlich

Nach dem Download ist es aber nicht möglich, direkt loszuspielen. Stattdessen muss sich der Spieler zunächst mit dem Internet ver­bin­den und anschließend mit einem Bethesda-Account anmelden. Ohne ein solches Konto lassen sich die Titel der DOOM-Trilogie überhaupt nicht starten. Dieser Schritt stößt bei vielen Fans auf Verwunderung, da sowohl die Originalspiele als auch die portierten Versionen keine Online-Funk­tion­en enthalten. DOOM 1 und 2 sind vor mehr als 20 Jahren erschienen.

Nachdem sich der Spieler zweimal mit dem Bethesda-Account eingeloggt hat, ist es im­mer­hin möglich, das Spiel vorübergehend offline zu spielen. Einige Fans nehmen den Login-Zwang mit Humor und haben bereits zahlreiche Memes dazu erstellt. Die Meldung, die dann erscheint, wenn der Spieler beim Start eines DOOM-Ports nicht mit dem Internet ver­bun­den ist, wurde unter anderem in die Intro-Se­quenz von Super Mario 64 eingebaut.

Die alten Versionen für die Xbox 360 wurden entfernt. Wer die jeweiligen Ports damals schon gekauft hatte, muss also nun erneut bezahlen. Das gilt allerdings nur für die Download-Ver­sio­nen der Spiele. Beim Einlegen der Disc erfolgt die Installation wie üblich vom Datenträger.

Update 29.07.2019: Laut Bethesda ist das Ganze wohl so etwas wie ein Versehen. Denn eigentlich war vorgesehen, dass der BethesdaNet-Login nur optional ist, man arbeitet daran, das zu ändern. Das Installationsproblem bei den Xbox 360-Versionen wurde hingegen bereits behoben, so der Support auf Twitter. Vielen Dank an WinFuture-Leser My1 für den Hinweis.
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