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5G sorgt für überhitzte Handys: Erster Test bringt Geräte zum Schwitzen

Von John Woll am 19.07.2019 14:54 Uhr
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5G wurde bisher vor allem in kontrollierten Rahmen durch Netzausrüster und Betreiber getestet. Jetzt zeigt sich nach dem Start in den USA bei einem ersten Test in freier Wildbahn, dass die neue Mobilfunktechnik in Kombination mit warmem Wetter Geräte an die Grenzen der Temperatur­toleranz bringen kann. Bei Überhitzung geht es zurück ins 4G-Netz.

5G in Kombination mit sommerlichen Temperaturen heizt Geräten ordentlich ein

Die Leistung, die die hohen Download-Geschwindigkeiten der 5G-Technik von Smartphones abverlangen, kann unter Umständen offenbar ziemlich schnell zur Überhitzung führen. Wie das Wall Street Journal in einem ersten Test mit dem Samsung Galaxy S10 5G erfahren musste, ist das Gerät bei den aktuellen hohen Außentemperaturen mit der Nutzung des 5G-Netzes nach kurzer Zeit aus Hitzegründen überfordert. "Unsere größte Erkenntnis: Das Samsung Galaxy S10 5G ist im Sommer nicht zuverlässig - außer, man erlebt den Sommer in Island", so die Testerin.

Samsung Galaxy S10 5G ausprobiert: Hochauflösend, riesig & schnell
Demnach hatte das Smartphone während des Tests in freier Wildbahn "oft" die 5G-Verbindung aufgrund von Überhitzung getrennt und war auf das 4G-Netz zurückgewechselt. Konkret soll eine Außentemperatur von 30 Grad dazu geführt haben, dass das S10 5G nach ein bis zwei Downloads über das 5G-Netz überhitzt und automatisch einen Wechsel auf 4G vornimmt. Die Testerin bediente sich dann durchaus kurioser Methoden, um 5G wieder zu aktivieren, so etwa einer Kühltruhe und der Lüftung im Auto.

Samsung sagt, das wird schon mit der Zeit

In einer offiziellen Reaktion auf den Test des Wall Street Journal liefert Samsung nur eine sehr allgemeine Aussage zu dem Überhitzungsproblem des Galaxy S10 5G. Der Konzern betont, dass bei 5G die Datenmenge und Übertragungsgeschwindigkeit deutlich ansteigt, dies sorge wiederum für einen deutlich höheren Energieverbrauch des Prozessors. Unmittelbare Abhilfe für das durch die Testerin beschriebene Überhitzungsproblem ist aber nicht zu erwarten. "Mit der Weiterentwicklung der 5G-Technik und des Ökosystems wird sich das verbessern", so die Samsung-Sprecherin.

Die Hitzeentwicklung durch 5G hängt dabei direkt mit der genutzten Download-Geschwindigkeit zusammen. Allerdings zeigte sich im Test noch ein weiterer Faktor: Das genutzte Frequenzband. Wie das Wall Street Journal betont, habe man die Probleme im hohen Frequenzbereich registriert, beim Test des Netzes des Anbieters Sprint, das im mittleren Frequenzband operiert, war die Überhitzung nicht festzustellen. Man darf gespannt sein, wie sich nach dem langsamen Start von 5G in Deutschland die aktuell verfügbaren Geräte schlagen werden.

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