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Streit um "Flammenwerfer"-Design: Pablo Escobars Bruder droht Musk

Von Witold Pryjda am 12.07.2019 09:07 Uhr
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Die Liste von Elon Musks Bewunderern ist lang, doch auch jene seiner Gegner ist nicht knapp. Zu letzterer kann er nun jemanden dazuschreiben, den man - zumindest vom Namen her - nicht dort stehen haben will: Roberto Escobar. Der ältere Bruder des Drogenbarons Pablo wirft Musk vor, das Design von "Not A Flamethrower" gestohlen zu haben.

Laut einem Bericht des Portals TMZ soll ein Musk nahestehender Techniker im Sommer 2017 das Geschäftsgelände von Escobar besucht haben. Der Bruder des 1993 erschossenen Drogenbarons soll mit dem Musk-Techniker Pläne zu einem "Spielzeug-Flammenwerfer" besprochen haben. Danach wurde es aber still um das Thema, entsprechend "schockiert" war Roberto Escobar dann, als Musks The Boring Company Anfang 2018 die Entwicklung eines eigenen Flammenwerfers bekannt gab.

Feurige "Spielzeuge"

Musks "Not A Flamethrower" wurde in einer limitierten Auflage von 20.000 Stück für jeweils 500 Dollar verkauft. Escobar Inc., wo man versucht aus dem Namen des Gangsterbosses legal Kapital zu schlagen, verkauft seinen eigenen Flammenwerfer nun ebenfalls (für 250 Dollar), die Ähnlichkeit zwischen den beiden feurigen "Spielzeugen" ist frappierend. An dieser Stelle kann man aber natürlich nicht ansatzweise sagen, wer von wem abgekupfert hat und ob Roberto Escobar Beweise für seine Behauptungen hat.

The Boring Company Flammenwerfer

Elon Musk nimmt die Angelegenheit wohl nicht besonders ernst, denn Escobar richtete er per Twitter lediglich aus, dass das kein Flammenwerfer sei, sondern "Not a Flamethrower, Mr. Escobar". Roberto Escobar, der bis 2003 in Haft saß, sagte gegenüber The Next Web: "Elon, wir beide wissen, dass du von mir gestohlen hast. Wir können das jetzt sofort für 100 Millionen Dollar beilegen. Tesla-Anteile sind ok oder auch Cash. Ich werde vor Gericht gewinnen und du wirst mehr als 100 Millionen Dollar verlieren. Vielleicht werde ich mich zum neuen Tesla-CEO machen?"

Schon Netflix gedroht

Ob Musk diese Drohungen ernst nimmt, ist nicht bekannt, der Tesla-Chef hat sich nicht weiter dazu geäußert. Es ist wahrscheinlich, dass Roberto Escobar hier versucht, aus seiner anrüchigen Vergangenheit Kapital zu schlagen. Bereits vor zwei Jahren drohte Escobar Netflix, er verlangte eine Milliarde Dollar, weil er meinte, dass das Streaming-Portal mit der Serie Narcos gegen die Rechte von Escobar Inc. verstoßen habe. Netflix zahlte nicht und es ist auch nicht bekannt, dass Roberto Escobar auch nur einen Cent gerichtlich durchsetzen konnte.

Siehe auch: Pablo Escobars Bruder verlangt von Netflix eine Mrd. Dollar und droht
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