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Kampf gegen Markenpiraterie: Amazon.de startet neuen Service

Von Nadine Juliana Dressler am 11.07.2019 18:15 Uhr
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Amazon hat nach den ersten Schritten im Kampf gegen Markenpiraterie nun auch in Deutschland seinen Authentifizierungsservice "Transparency" gestartet. Damit vergibt Amazon eigene nachverfolgbare "Serien­nummern", mit denen Käufer die Echtheit eines Produkts prüfen können.

Zoll fängt kaum gefälschte Technik ab

Die Vergabe von den Codes erfolgt ab sofort, um Kunden, Markeninhaber, Amazon und weitere Akteure der Lieferkette jederzeit die Möglichkeit zu geben, einen Artikel eindeutig zu authentifizieren. Schon im März hatte Amazon den Start des Programms mit den eigenen Amazon-Seriennummern angekündigt und seither mit einigen ersten Partnern in einer Betaphase getestet. Nachdem sich das System etabliert hat, startet der Onlinehändler sein Angebot neben den USA jetzt in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, Indien und Kanada.

Fälschungen über die gesamte Lieferkette hinweg bekämpfen

Laut Amazon schützt das System sowohl Marken als auch Endkunden besser vor Fälschungen: "Die eindeutige Authentifizierung jeder Produkteinheit ist der effektivste Weg, um Fälschungen über die gesamte Lieferkette hinweg zu bekämpfen und zu verhindern", so Amazon. Beim Kunden läuft die Authentifizierung einfach über eine App, mit der der Code gescannt wird. Die App ist noch nicht offiziell gestartet, es soll aber in Kürze soweit sein. Der Clou dabei ist: Das Ganze ist nicht auf Amazon als Verkaufsplattform eingeschränkt. Der Konzern bietet den Service den Marken-Partnern an, die Produkte mit dem Amazon-Transparency-Code auch anderweitig verkaufen können, also zum Beispiel auf anderen E-Commerce-Websites, im stationären Handel etc.

Online und offline

"Fälschungen sind ein branchenweites Problem - online und offline. Wir sind davon überzeugt, dass die besten Lösungen gegen Fälschungen auf Partnerschaften basieren, in denen Amazons technologische Innovationen mit dem umfangreichen Wissen der Markeninhaber kombiniert werden", erklärt dazu Dharmesh Mehta, Amazon Vice President, Customer Trust and Partner Support. "Wir haben Transparency entwickelt, um Markeninhabern eine einfache, skalierbare Lösung an die Hand zu geben, mit der sie und Amazon selbst, Produkte über die gesamte Lieferkette authentifizieren und Fälschungen stoppen können, bevor sie einen Kunden erreichen."

Markeninhaber können laut Amazon über Transparency zudem auch weitere Angaben zu ihrem Produkt bereitstellen, wie zum Beispiel das Produktionsdatum und den Ort oder ergänzende Produktinformationen wie Inhaltsstoffe.

In den USA haben in den letzten Monaten schon mehr als 4000 Marken an dem Programm teilgenommen. 300 Millionen eindeutige Codes wurden bisher generiert. Bei der Erkennung von Fälschungen gibt es ebenfalls schon Erfolge zu verbuchen. Amazon erkannte demnach schon rund 250.000 Fälschungen, die durch die Abfrage beim Markeninhaber erkannt und nicht an den Kunden herausgeschickt wurden.

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