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Trump gibt nach: Die Rettung für Android auf Huawei Smartphones?

Von Stefan Trunzik am 30.06.2019 09:00 Uhr
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Nachdem Donald Trump die US-Sanktionen gegen Huawei auf Eis gelegt hat, stellt sich die Frage nach der Android-Zukunft für die Smartphones. Kann man nun beruhigt wieder zu den beliebten Handys greifen, für die Google auch zukünftig weiterhin Updates anbieten wird?

Die nunmehr einmonatige Achterbahnfahrt geht für Huawei in eine neue, etwas ent­spann­te­re Runde. Bereits gestern berichteten wir über die Vereinbarung zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staats­ober­haupt Xi Jinping, die ihre Verhandlungen im Handels­streit zwischen den USA und China weiterführen. Im Zuge dessen wurde Huawei aus der Schusslinie genommen und darf nun wieder von US-amerikanischen Unternehmen Hard- und Software-Lösungen beziehen.

Ein offizielles Statement zu den durchaus positiven Nachrichten steht seitens Huawei und Google noch aus. Dabei beschäftigt das Thema auch einen großen Teil der deutschen End­ver­brau­cher. Ob Huawei-Smartphones zukünftig noch Android-Updates erhalten, wichtige Apps wie WhatsApp, Facebook und Instagram weiterhin funktionieren und ob man Pro­gram­me dauerhaft aus dem Play Store beziehen kann sind die am häufigsten gestellten Fragen der Konsumenten. Die Skepsis zur Android-Zukunft bei Huawei ließ die Ver­kaufs­zah­len des sonst sehr beliebten Herstellers teilweise rasant einbrechen.

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Android-Updates gesichert, Ark OS als Alternative weiter in Planung

Doch die Lage ist noch lange nicht entspannt. Genauso schnell und überraschend wie Trump die Sanktionen gegen Huawei eingeführt hat, so wurden sie jetzt (nur) auf Eis gelegt. Ein Han­dels­ab­kom­men zwischen den Vereinigten Staaten und China ist noch lange nicht in trock­enen Tüchern, weshalb eine Rolle rückwärts durchaus denkbar wäre. Stand jetzt kön­nen jedoch alle neu vorgestellten Smartphones von Huawei und der Tochterfirma Honor von Google zertifiziert und langfristig mit Android-Updates sowie Sicherheitspatches beliefert werden. Der 19. August 2019 ist als Stichtag der möglichen Beendigung einer temporären Android-Lizenz ebenfalls hinfällig.

Neben einem verhaltenen Jubel über die Entwicklungen des Handelskonflikts dürfte sich Huawei jedoch weiter darauf konzentrieren, seinen Android-Konkurrenten bzw. -Klon Hongmeng (Ark OS) als Rettungsanker fertigzustellen. Damit versucht sich der Hersteller, wenn auch sicher unfreiwillig, immer weiter von US-amerikanischen Unternehmen ab­zu­na­beln. Ob das positiv im Sinne der Endverbraucher ist, wird sich erst noch zeigen. Wer aktuell zu einem Huawei- oder Honor-Smartphone mit Google Android Betriebssystem greifen will, kann dies in jedem Fall ohne die Befürchtung einer Einschränkung tun.

Das Huawei-Versprechen für die Zukunft

Die beiden chinesischen Unternehmen ver­sprech­en ihrer in Deutschland großen Nutz­er­schaft, dass alle derzeit verkauften und sich im Besitz von Kunden befindenden Smart­phones unabhängig von zukünftigen US-Embargos mit Ak­tu­ali­sie­rung­en beliefert werden. Ebenso wer­den weiterhin alle Apps unterstützt und die Garantie bleibt erhalten. Mehr Fragen dazu beantworten Huawei und Honor auf ihren FAQ-Webseiten zu den Android-Gerüchten und dem Zukunftsversprechen.

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