Xbox Scarlett: Microsofts neue Konsole soll VR-Headsets unterstützen

Von Stefan Trunzik am 27.06.2019 13:39 Uhr
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Schenkt man den Gerüchten Vertrauen, so wird die neue Xbox Project Scarlett mit dem VR-Headset Oculus Rift S kompatibel sein. Damit würde Microsoft erstmals das Thema Virtual Reality mit seinen Konsolen ver­bin­den und der PlayStation VR Konkurrenz machen.

Microsoft ist kein Unbekannter, wenn es um die Bereiche Virtual- und vor allem Mixed-Reality geht. Vornweg ist man mit der HoloLens 2 unterwegs, unterstützt Hersteller mit einer of­fi­ziel­len Zertifizierung der Hardware für Windows 10 und bietet im Microsoft Store zudem di­ver­se VR- und MR-Apps an. Die Verbindung mit der Xbox One-Familie hat man in Redmond al­ler­dings noch nicht gesucht, was sich mit dem Start der neuen Xbox Project Scarlett Ende 2020 ändern könnte.

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Eigene VR-Games für die Xbox oder "nur" Oculus-Bibliothek

Von einer meist gut informierten Quelle wollen die Moderatoren des Coffee & VR Podcasts erfahren haben, dass Microsoft und Oculus in Hinsicht auf VR-Spiele zukünftig kooperieren wollen. Im Speziellen ist die Rede davon, dass die Xbox Scarlett Oculus' Rift S VR-Headset unterstützen soll. Statt eigenes Zubehör anzubieten, könnte man also in Kooperation mit der Facebook-Tochter auf einen Drittanbieter setzen. Fraglich ist, ob Microsoft überhaupt darüber nachdenkt eigene VR-Spiele anzubieten, oder ob man lediglich plant die VR-Gaming-Bib­lio­thek von Oculus als App auf die Xbox Project Scarlett zu bringen.

Die Leistung der neuen Xbox sollte für die meisten VR-Titel problemlos ausreichen. Erst vor wenigen Tagen tauchten im Netz erste Benchmarks des möglichen AMD Gonzalo-Chips (Ryzen Zen 2 Prozessor + Navi 10 Grafikeinheit) auf. Diese würden der Next-Gen-Hardware eine Leistung bescheinigen, die nah an der Performance einer Nvidia GeForce RTX 2080 liegt. Für den Windows-PC weisen die empfohlenen Spezifikationen für den Einsatz einer Oculus Rift S eine deutlich schwächere GeForce GTX 1060 in Kombination mit einem Intel Core i5-Prozessor und mindestens acht Gigabyte Arbeitsspeicher aus.

Was die Oculus Rift S VR-Brille besser macht

Die Oculus Rift S selbst wird vom Hersteller als "bisher bestes Gaming-Headset für den PC" beschrieben. Erst im März 2019 wurde die jüngste VR-Brille vorgestellt, welche aktuell für 449 Euro den Besitzer wechselt. Im Vergleich zu anderen Virtual-Reality-Headsets verspricht man eine verbesserte Optik, ein ergonomisches Design, Raumklang-Funktionen und intuitive Touch-Controller. Dafür beträgt die Auflösung der Oculus Rift S mit LCD-Panels 2560 x 1440 Pixel, also 1280 x 1440 Pixel pro Auge bei 80 Hz. Für das Raum-Tracking wurden zudem fünf Kameras an der Außenseite des VR-Headsets verbaut.

Auf eine offizielle Bestätigung des Xbox Scarlett-Supports für die Oculus Rift S oder auch anderen VR- oder MR-Brillen müssen Fans wahrscheinlich noch eine ganze Weile warten. Nach vielen Informationen und Interviews während der zurückliegenden Spielemesse E3 2019 ist es vergleichsweise ruhig um die kommende Next-Gen-Konsole geworden.

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