Neue Zentrale in Düsseldorf: OPPO will Huawei in Deutschland überholen

Von Roland Quandt am 24.06.2019 14:49 Uhr
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Mit OPPO kommt ein weiterer großer Smartphone-Hersteller nach Deutschland. Das Unternehmen, das zum gleichen Konzern gehört wie die Marken OnePlus und Vivo, kündigte die Errichtung seiner Europa-Zentrale in Düsseldorf an und zieht damit in direkte Nachbarschaft des gebeutelten chinesischen Riesen Huawei.

Wie die Stadt Düsseldorf auf ihrer Website anlässlich eines Besuchs von Oberbürgermeister Thomas Geisel in Chinas Hardware-Epizentrum Shenzhen verkündete, plant OPPO die Einrichtung seiner Firmenzentrale für Europa in der Metropole am Rhein. Dort soll nach Angaben von OPPO-Chef Tony Chen ein sogenannter "Europa Hub" mit zunächst rund 200 Mitarbeitern errichtet werden.

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Als Standort hat man sich für den zentral gelegenen Graf-Adolf-Platz entschieden, wobei offen ist, welches Gebäude OPPO dort beziehen will. Natürlich hat OPPO Düsseldorf nicht zufällig als Standort ausgewählt. Vor allem die Nähe zu den drei großen deutschen Mobilfunkanbietern dürfte attraktiv sein, haben Vodafone, Telefonica/O2 und die Deutsche Telekom doch allesamt Büros in der Stadt, wobei Vodafone sogar sein Hauptquartier in Düsseldorf hat.

Mit Huawei hat außerdem der größte Konkurrent von OPPO sein europäisches Hauptquartier schon seit Jahren in der gleichen Stadt. Düsseldorf hat außerdem eine sehr große asiatische Community, was schon seit Jahrzehnten dafür gesorgt hat, dass Menschen aus Fernost fest in der Stadt etabliert sind. OPPO will nun unter anderem von der Wirtschaftsförderung Düsseldorfs profitieren und den Aufbau seiner Europazentrale noch in diesem Sommer beginnen.

In Deutschland ist OPPO bisher noch nicht wirklich vertreten, auch wenn das Unternehmen schon seit einigen Jahren mit einigem Erfolg in anderen Ländern Europas gestartet ist. Hierzulande soll es nun ebenfalls recht schnell gehen: innerhalb von fünf Jahren soll die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland auf 400-500 steigen, während in der gleichen Zeit rund vier Millionen Geräte an deutsche Kunden verkauft werden sollen.

Innerhalb der nächsten fünf Jahre will OPPO so einen Marktanteil von rund 15 Prozent in Deutschland erreichen und damit zum drittgrößten Anbieter aufsteigen. Damit würde man nach aktuellem Stand ohne weiteres den chinesischen Konkurrenten Huawei hinter sich lassen, dessen Anteil an den Handyverkäufen hierzulande in Folge des US-Embargos auf unter 12 Prozent gefallen ist. Weltweit ist OPPO schon lange in der Top 5 der Handyhersteller etabliert.
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