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Apple iPad Mini 2019 im Test: Kompaktes Tablet mit viel Leistung

Von Stefan Trunzik am 24.06.2019 17:03 Uhr
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Nach über drei Jahren feiert das iPad Mini sein Comeback. Apple spen­diert dem kompakten Tablet mehr Leistung, verbessert das Display und bringt den Pencil ins Spiel. Im Test hat uns das iPad Mini 2019 nun bei­nahe drei Monate begleitet - Zeit für ein Fazit.

Dem iPad Mini erging es im Apple-Portfolio ähnlich wie dem MacBook Air. Es ist äußerst be­liebt, seine Hardware wird aber nur selten aktualisiert. Die fünfte Generation des Mini hat seit 2015 auf sich warten lassen. Mit seinem 7,9-Zoll-Display und dem Einstiegspreis von 449 Euro gehört das jüngste iOS-Tablet heute zu den kompaktesten sowie günstigsten Apple-Modellen am Markt und spricht neben Einsteigern auch besonders mobile Nutzer an.

Apple iPad Mini 2019 (Testbericht)

Was Apple am iPad Mini 2019 verbessert hat

Wie es zu erwarten war, schraubt der Hersteller vor allem an der Leistung. Das iPad Mini verfügt nun über den Apple A12 Bionic-Chip, der auch in den aktuellen iPhone XS-Smart­phones für eine anständige Performance sorgt. Zudem trifft man auf ein voll laminiertes Display mit höherer Helligkeit, einem größeren P3-Farbraum und zeitgemäßer True-Tone-Technik. Für Augmented-Reality-Apps wurden die Kameras verbessert, WLAN und Bluetooth funken schneller und mit dem Support des Apple Pencil ergeben sich viele neue Mög­lich­kei­ten für Kreative.

Optisch ähnelt die neue Generation des iPad Mini seinen Vorgängern wie ein Ei dem anderen. Die klassisch breiten Bildschirmrahmen zeigen sich in Kombination mit dem Home Button samt Fingerabdruckleser (Touch ID) und Lightning-Anschluss in einem stabilen und wertigen Metallgehäuse. Neue Formfaktoren mit der Gesichtserkennung per Face ID bleiben also wei­ter­hin den Pro-Modellen vorbehalten. Otto Normalverbraucher wird sich daran aber sicher nicht stören, schließlich kostet das iPad Mini 5 im Vergleich zum iPad Pro gerade einmal die Hälfte. Auch wir konnten uns im Test schnell wieder an das alte Design gewöhnen.

Apple iPad Mini 2019 (Testbericht)


Apple iPad Mini 2019 (Testbericht)

Tolles Display und starke Leistung für die nächsten Jahre

Unserer Meinung nach hat Apple beim Retina Display des neuen iPad Mini ganze Arbeit ge­leis­tet. Mit einer Auflösung von 2048 x 1536 Pixel (4:3-Format) auf 7,9 Zoll ergeben sich 326 ppi, womit es das schärfste Display im kompletten iPad-Portfolio aufweisen kann. Zudem ver­schwin­det durch die vollständige Laminierung die kleine Lücke zwischen dem Panel und der Glasoberfläche, was Inhalte teilweise wie auf Papier gedruckt erscheinen lässt. Positiv wirkt sich weiterhin das Mehr an Farben aus, die Helligkeit von 500 nits kann im Zu­sam­men­spiel mit der guten Antireflex-Beschichtung auch im Außenbereich überzeugen und au­to­ma­ti­sche Anpassungen der Farbtemperatur via True Tone schonen die Augen.

Der Apple A12 Bionic-Prozessor mit seinen sechs Rechenkernen macht das iPad Mini 2019 zudem endlich wieder zukunftstauglich. Es braucht keine Benchmarks oder werbewirksame Angaben der Leistungssteigerung im Vergleich zum Vorgänger, das iPad Mini 5 ist einfach flott unterwegs. Aktuelle Apps und Spiele kratzen wahrscheinlich nicht einmal annähernd an der maximalen Leistungsfähigkeit des Chips, der sicher auch in zwei oder gar drei Jahren noch eine solide Performance bieten wird.

Apple iPad Mini 2019 (Testbericht)

Apple-Pencil für Kreative und AR-Apps für Verspielte

Kreative dürften sich wahrscheinlich darüber freuen, dass es die Leistung nun auch erlaubt 4K-Videos problemlos zu bearbeiten, umfangreiche Fotobearbeitungen durchzuführen und den Apple Pencil zu nutzen. Auch wenn sich unsere kreative Ader bei Letzterem auf wenige handschriftliche Notizen, das Unterschreiben von Dokumenten und ein paar Kritzeleien in Screenshots beschränkt, gibt es da draußen viele Grafiker, Comiczeichner und Designer, die den Pencil (1. Gen.) voll ausnutzen. Dass Apple diese Möglichkeit auch in günstigeren Ge­rä­ten wie dem iPad Mini 2019 und dem nur knapp 100 Euro teureren iPad Air 2019 an­bie­tet, können wir nur gutheißen. Wem die optionalen 100 Euro für den Pencil zu teuer sind, der kann auch zum Logitech Crayon greifen, der mit einer UVP von 70 Euro zu Buche schlägt.

Im Test hatten wir außerdem viel Spaß mit den Augmented Reality (AR) Features, welche Ent­wick­ler für mittlerweile viele Apps be­reit­stel­len. Für uns sind vor allem die vielen Produktiv-Tools interessant. Mit Raumplanern checken wir ob der nächste IKEA-Schrank in die Ecke passt, ob im DHL-Paket genug Platz für das gerade verkaufte Notebook ist oder wie die aus­ge­wähl­ten Schuhe an unseren Füßen aussehen wer­den. Und für den Spaß nach dem Feierabend haben wir uns mit Angry Birds AR "Isle of Pigs" an­ge­freun­det.

Alternativ laufen aber auch beliebte Games wie Fortnite und PUBG Mobile in bester Qualität flüssig über den iPad Mini-Bildschirm. Dabei zeigt sich vor allem der gute Sound der beiden integrierten Lautsprecher und der Vorteil auch Kopfhörer per 3,5mm-Klinkenbuchse an­schlie­ßen zu können.

Testbericht weiterlesen auf Seite 2:
Lest auf der nächsten Seite mehr zur Akkulaufzeit und Mobilität des iPad Mini, was Apple hätte besser machen können und zu welchem Fazit wir am Ende des Tests gekommen sind.



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