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Zuckerberg-Deepfake zeigt eindrucksvoll die Kunst der Video-Fälschung

Von Christian Kahle am 12.06.2019 08:48 Uhr
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Über die so genannten Deepfakes kursieren schon seit einiger Zeit viele beunruhigende Spekulationen und durchaus auch einige Demos. Auch damit Nutzer sich darüber bewusst werden können, wie täuschend echt solche gefälschten Videos wirken können, haben zwei Künstler eine kurze Ansprache durch einen nicht echten Mark Zuckerberg veröffentlicht.

Bei Deepfakes sorgen KI-Algorithmen dafür, dass ein Darsteller in einem Videoclip mit einem komplett neuen Gesicht inklusive der passenden Mimik und der Lippenbewegungen ausgestattet wird. Dadurch können bereits Fälschungen entstehen, die ein Laie schlicht nicht mehr von einem echten Video unterscheiden kann. Hier wäre dann schon der geübte Blick eines Video-Profis oder eines Forensikers nötig.

In dem Clip, den Bill Posters und Daniel Howe in Zusammenarbeit mit einer Werbefirma generiert haben, sitzt ein vermeintlicher Mark Zuckerberg an einem Tisch und trifft Aussagen, die man so garantiert nie vom echten Facebook-Gründer bekommen würde. Untertitelt ist der Auftritt, der einer Einspielung in einer Nachrichtensendung nachempfunden ist, mit der Aussage: "Wir verbessern die Transparenz bei der Werbung."

Deepfake: KI lässt falschen Mark Zuckerberg reden

Gelöscht wird nicht

Im Video wird der Fake-Zuckerberg deutlich. "Man stelle sich das kurz vor: Jemand mit totaler Kontrolle über die gestohlenen Daten von Milliarden Menschen, alle ihre Geheimnisse und ihre Zukunftspläne." Er verweist darauf, dass er im Zuge von Spectre, einer Ausstellung von Kunst rund um den digitalen Themenkomplex, zu der Erkenntnis gekommen sei, dass man auf dieser Grundlage eine totale Kontrolle über die Zukunft erlangen könnte.

Das Video dürfte von vielen Nutzern spontan durchaus als echt angesehen werden, zumal es auf Instagram, also einer Tochtergesellschaft von Facebook, gepostet wurde. Die Betreiber der Plattform erklärten dazu auch schon, dass sie damit umgehen werden wie mit allen anderen Falschinformationen, die ihnen gemeldet werden: Sie werden entsprechend geflaggt und tauchen nicht in den Empfehlungen auf. Gelöscht wird der Inhalt aber nicht.

Siehe auch: Deepfake-KI: Ein Foto reicht für ziemlich gute Video-Fälschungen
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