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Huawei dementiert: Smartphone-Produktion läuft auf vollen Touren

Von Roland Quandt am 05.06.2019 09:43 Uhr
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Huawei will nichts von einer Senkung seiner Produktionskapazitäten wissen. Das Unternehmen dementierte jetzt sämtliche Berichte, laut denen man die Fertigung von Smartphones teils drastisch zurückgefahren habe. Angeblich lässt man weiter mit voller Kapazität neue Geräte bauen - trotz der massiven Auswirkungen der US-Sanktionen gegen die Chinesen.

Wie Huawei gestern gegenüber verschiedenen US-Magazinen, darunter Forbes und Android Authority, verlauten ließ, gibt es keine Änderungen an der Menge der produzierten Endgeräte. Zuvor hatten mehrere asiatische Medien unter Berufung auf informierte Quellen berichtet, dass Huaweis Fertigungspartner die Produktion an mehreren Standorten deutlich zurückgefahren hätten.

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Huawei erklärte, dass man "diesen Behauptungen widerspreche. Die weltweiten Produktions-Level sind normal, mit keinerlei bemerkenswerten Anpassungen in jedwede Richtung." Damit hält Huawei also daran fest, dass sich an den Stückzahlen nicht bedeutend etwas geändert hat. Dass die Hersteller die Mengen der Nachfrage und andere Faktoren anpassen, ist zwar nicht ungewöhnlich, doch laut Huawei soll es darüber keine größeren Veränderungen gegeben haben.

Medienberichte: Fertigung bei Flextronics & Foxconn deutlich reduziert

Unter anderem war in der letzten Woche davon die Rede, dass der US-Vertragsfertiger Flextronics die Produktion von Hauptplatinen für Huawei-Geräte in einem chinesischen Werk vorrübergehend komplett gestoppt hatte. Dies ging auch aus einer Mitteilung an die Mitarbeiter des Standorts hervor, laut der Flex ihnen für rund eine Woche bezahlt freigegeben hatte.

Damals ging es darum, dass Flex als US-Firma zunächst prüfen wollte, ob man mit der Produktion in dem Werk in China gegen die Auflagen des US-Handelsverbots gegen Huawei verstoßen würde. Mittlerweile dürfte die Produktion aber wieder laufen. Huawei hatte Gerüchten zufolge hunderte LKW geschickt, um ungenutzte Komponenten zu anderen Fertigungsorten bringen zu lassen.

Zuletzt war aus China zu hören, dass der weltgrößte Vertragsfertiger Foxconn die Produktion in einem Werk, das in direkter Nachbarschaft zum Hauptquartier von Huawei gelegen ist, stark reduziert haben soll. Als Grund wurden natürlich die Auswirkungen der von der US-Regierung unter Trump verhängten Sanktionen gegen das Unternehmen zitiert. Gleichzeitig wurden Äußerungen von George Zhao genannt, dem Chef der Tochtermarke Honor, laut denen man inzwischen nicht mehr garantieren könne, die erhofften Stückzahlen zu erreichen.
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