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Apple stellt iOS 13 vor: Endlich mit Dark-Mode, Swipe-Keyboard & mehr

Von Roland Quandt am 03.06.2019 22:15 Uhr
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Apple hat im Rahmen der Eröffnung seiner Hausentwicklermesse Worldwide Developer Conference 2019 (WWDC) das neue mobile Betriebssystem iOS 13 vorgestellt. Neben der Einführung eines "Dark Mode" vollzieht Apple jetzt auch eine Trennung von Smartphones und Tablets, denn iOS wird nur noch für das iPhone zu haben sein (...und ja, auch für den iPod touch).

Apple verkündete auf der WWDC 2019, dass iOS 13 wie erwartet mit einem eigenen "dunklen Modus" der Benutzeroberfläche daherkommt. Wie unter Android und selbst Windows schon länger üblich, werden viele Elemente der Oberfläche nun auf Wunsch schwarz oder zumindest sehr dunkel dargestellt, um die Augen und den Akku zu schonen. Die Möglichkeit zum Aktivieren des neuen "Dark Mode" findet der Nutzer natürlich im Control Center.

Apple iOS 13

Apps starten deutlich schneller & Downloads geschrumpft

Apple nimmt bei iOS 13 jedoch noch eine Vielzahl weiterer Änderungen vor. So arbeitet die Face ID-Unlock-Funktion zum Entsperren des Smartphones per Gesichtserkennung bei den Geräten mit entsprechender Hardware angeblich rund 30 Prozent schneller. Außerdem hat Apple den Umgang mit den Paketen der Apps verändert, so dass deren Downloads jetzt um die Hälfte weniger Daten benötigen, während die Updates der Apps ebenfalls um rund 60 Prozent kleiner ausfallen sollen.

Gleichzeitig verspricht Apple, dass das Starten von Apps nun erheblich schneller vonstattengehen soll: Ganze zwei Mal schneller sollen die Programme nun einsatzbereit sein. Auch sonst gibt es eine ganze Reihe weiterer, interessanter Neuerungen: So spricht der Sprachassistent "Siri" künftig deutlich natürlicher, und erstmals, nach einer gefühlten Ewigkeit seit der Verfügbarkeit entsprechender Fähigkeiten auf Android-Geräten, kann man auf dem iOS-Keyboard nun auch nativ Eingaben mit Wischbewegungen vornehmen.

Apple iOS 13

Netzweit mit Apple anmelden - ohne Tracking & Angst um Daten

Eine weitere, wichtige Neuerung ist "Sign-in with Apple", bei dem Apple einen für viele Dienste nutzbaren Anmeldedienst schafft. Ähnlich wie bei Google oder Facebook bzw. auch dem Microsoft Account soll sich der Nutzer künftig überall im Web mit einem Konto anmelden können. Die Besonderheit ist hier aber, dass Apple stark auf den Schutz der Privatsphäre der Nutzer setzt. So werden keinerlei Tracking-Daten erfasst und Apple schaltet sogar dynamisch generierte E-Mail-Adressen auf Seiten der Diensteanbieter dazwischen, so dass diese nie die echte E-Mail des Nutzer erhalten.

Für Fotofans gibt es ebenfalls gute Nachrichten: Apple integriert ein neues Interface in die Fotos-App, mit dem man leichter Dinge wie Sättigung und Kontrast regulieren kann. Außerdem gibt es einige neue Foto-Effekte. Bei Videos ist es nun erstmals möglich, Effekte in Echtzeit umzusetzen und die Clips sogar auf dem iPhone zu drehen. Beim Hantieren mit einer großen Zahl von Inhalten soll die Fotos-App nun außerdem automatisch für Ordnung sorgen, indem sie Duplikate entfernt. Außerdem gibt es eine attraktive neue Ansicht zum Durchforsten der mit dem Telefon aufgenommenen Fotos.

Apple iOS 13

Apple AirPod-Nutzer können ihren Audiostream teilen

Wer die Apple Airpods nutzt, kann sich nun Nachrichten von Siri vorlesen lassen und darauf bequem per Spracheingabe antworten. Besitzt ein Freund oder Bekannter ebenfalls ein iPhone und die Airpods, kann man nun den Audiostream zwischen zwei Nutzern teilen - so dass man gemeinsam Musik oder Videos hören kann. Im Zusammenhang mit dem HomePod kann man nun netterweise auch einfach das iPhone an den Netzwerklautsprecher halten und den Audiostream auf dem jeweils anderen Gerät weiterlaufen lassen.

Apple Maps iOS 13

Bei Apple Maps führt der Hersteller nun ebenfalls ein paar Neuerungen ein, wobei darunter vor allem ein Feature hervorsticht: Es gibt einen neuen "Street View"-Modus, mit dem man, wie in Google Maps, auf Straßenebene durch Städte navigieren können soll. Außerdem gibt es nun Sammlungen und Favoriten, mit denen man besser verschiedene in der Maps-App entdeckte Orte organisieren können soll.

Weitere Verbesserungen in iOS 13 sind auch die Möglichkeit, den Menstruationszyklus der Frau in einer spezialisierten App zu verfolgen, inklusive entsprechender Benachrichtigungen, die Möglichkeit zur Anzeige synchronisierter Songtexte in Apple Music. Hinzu kommt eine Sprachsteuerung, mit der man das iPhone bequem per Sprachkommando steuern können soll - und zwar komplett. Mit der neuen Find My-App lassen sich sowohl Freunde als auch Geräte finden.

iOS 13 soll noch heute in Form einer Beta zum Download bereitstehen, so dass alle Nutzer die Software schonmal vorab ausprobieren können. Die breite Einführung ist für Juli angesetzt, kündigte Apple auf der WWDC ebenfalls an.
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