Intel: Irrer Gaming-Laptop bringt zwei Displays & zwei Scharniere mit

Von Roland Quandt am 29.05.2019 15:24 Uhr
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Intel hat anlässlich der Computex 2019 den Prototypen eines großen Gaming- und Produktiv-Notebooks präsentiert, bei dem gleich zwei Displays verbaut werden sollen. Anders als bei den neuen ZenBook Duo-Modellen von ASUS setzt Intels Konzept aber auf die Verwendung von gleich zwei Display-Scharnieren, um den Zusatzbildschirm anzuklappen und das Haupt-Display näher ins Sichtfeld des Nutzers zu bringen.

Intel nennt seinen Konzept-Laptop bisher nur "Honeycomb Glacier" (via Liliputing) und machte im Rahmen der Präsentation in Taiwan von vornherein klar, dass man dieses Gerät so nie im Handel kaufen können wird. Gleichzeitig erklärte der Halbleitergigant aber auch, dass Großes Interesse an dem Konzept auf Seiten der PC-Hersteller bestehen soll, weshalb bald mit ähnlichen Geräten zu rechnen sei.

Intel "Honeycomb Glacier"

Der Intel "Honeycomb Glacier"-Prototyp besitzt ein 15,6 Zoll großes Haupt-Display mit 1920x1080 Pixeln, das wie üblich an einem Scharnier angebracht ist. Zusätzlich verbaut man allerdings auch noch ein zweites Display, das mit 1920x720 Pixeln auflöst und eine Diagonale von 12,3 Zoll aufweist. Im Normalzustand "liegt" dieser zweite Bildschirm oberhalb der nach "unten" verschobenen Tastatur. Bei Bedarf kann man jedoch ein zweites Display-Scharnier am unteren Rand verwenden, um das Zusatzdisplay anzuklappen und gleichzeitig das am oberen Rand befestigte Hauptdisplay anheben zu lassen.

Intel "Honeycomb Glacier"

Heraus kommt letztlich ein Gerät, bei dem zwei Displays zur Verfügung stehen und der zweite Bildschirm als eine Art Ständer für das Haupt-Display dient. Intel verspricht natürlich wie auch schon ASUS, dass auf diesem Weg der Umgang mit mehreren Anwendungen zur gleichen Zeit deutlich leichter werden soll. Außerdem kann der zweite Bildschirm in vielen Programmen auch zur Interaktion mit mehreren Fenstern verwendet werden, um zum Beispiel Werkzeugpaletten und Schnittflächen für Bild- und Videobearbeitung anzuzeigen.

Im Innern des Geräts steckt ein spezielles Mainboard, das mit fast 200 Watt an Komponentenlast umgehen kann und von einem Intel Core-H-Prozessor der 9. Generation befeuert wird. Zusätzlich ist eine mobile Nvidia GeForce-GPU aus der GTX-10-Serie im Einsatz. Obendrein kann man durch das Anheben des Hauptbildschirms auch noch eine Eye-Tracking-Lösung von Tobii integrieren, dank der der Nutzer nur auf das gewünschte Fenster blicken muss, um den Fokus zu aktivieren.
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