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PCIe 4.0 & AMD machen's möglich: SSDs kratzen an 5-Gigabyte/s-Marke

Von Roland Quandt am 27.05.2019 21:45 Uhr
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Eine der ersten Ankündigungen zur Computex war AMDs Launch der nächsten Generation der Ryzen-CPUs mit Support für PCIe 4.0. Die Speicherspezialisten von Corsair und Aorus liefern nun die passende SSD - mit Übertragungsraten knapp unter bzw. genau fünf Gigabyte pro Sekunde.

Der erste Tag der Computex gehört eigentlich noch gar nicht zur Messe: Zwar eröffnet die weltgrößte Hardware-Show erst morgen, doch schon heute erfolgten diverse Ankündigungen. Mit AMD hat der erste CPU-Hersteller - noch vor Intel - Prozessoren und Plattformen mit Unterstützung für den neuen PCI Express 4.0 Standard vorgestellt, die bereits ab dem 7. Juli erstmals verfügbar sein sollen.

Corsair MP600

Durch die weiter gesteigerten Bandbreiten der neuen Schnittstelle sind bald nicht nur Lüfter auf dem Chipsatz keine Seltenheit mehr, sondern auch die Übertragungsraten bei PCIe-SSDs erreichen neue Höhen. Mit Corsair hat im Vorfeld der erst morgen offiziell eröffnenden Computex ein erster Hersteller ein passendes Modell angekündigt. Die Corsair MP600 soll dank des ebenfalls neuen Phison PS5016-E16 Controllers neue Rekorde in Sachen Übertragungsrate erreichen können, wenn es um SSDs für den M.2-Slot geht.

Corsairs Ankündigung konzentrierte sich zunächst darauf, nur die wichtigsten Details zu seinen neuen SSDs zu nennen: Neben dem Phison-Controller hieß es nur, dass man beim sequentiellen Lesen Übertragungsraten von bis 4950 Megabyte pro Sekunde erreichen will - und beim sequenziellen Schreiben ebenfalls sehr ordentliche 4250 Megabyte pro Sekunde. Damit kratzt Corsair dank des neuen Controllers von Phison ganz kräftig an der 5-Gigabyte/s-Marke.

Die neuen PCIe-SSDs der Corsair MP600-Serie sollen nach Angaben des Herstellers ab Juli 2019 zu haben sein, wobei noch offen ist, ob Corsair möglicherweise den gleichen Release-Termin Anfang des Monats anstrebt wie AMD. Zu den Kapazitäten der neuen Serie machte Corsair bisher noch keine Angaben, es gilt jedoch als relativ sicher, dass es wie schon bei der Vorgänger-Reihe wohl von 240 GB bis hoch auf 1,92 Terabyte gehen dürfte.

Eine Besonderheit der neuen MP600-Serie ist, dass man hier auf einen einfach gestalteten Kühlkörper setzt. Letztlich dürfte dies wohl mit den enormen Übertragungsraten zu begründen sein, die sich wohl ohne den Kühler nicht in gleicher Form erreichen lassen. Wer es etwas edler wünscht, kann übrigens bei Gigabytes Tochtermarke Aorus zugreifen, wo man eine dank Kupferkühler nicht nur etwas attraktivere PCIe-4.0-SSD in Aussicht stellte. Gleichzeitig verspricht Aorus für seine in Varianten mit einem und zwei Terabyte erhältliche neue SSD auch noch um jeweils 50 Megabyte pro Sekunde höhere Übertragungsraten.
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