Irgendwie eine Mogelpackung: iFixit schaut auf "neue" MacBook-Tasten

Von Nadine Juliana Dressler am 26.05.2019 13:15 Uhr
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Apple hat vor kurzem die MacBook Pro-Familie mit neuen Prozessoren aktualisiert und auch die eine oder andere Verbesserung in die mobilen Rechner eingebaut. Für viele stellt sich jetzt auch wieder einmal die Frage, ob die Probleme mit der Butterfly-Tastatur behoben werden konnten.

Dem sind nun die Reparaturprofis von iFixit nachgegangen. Sie haben ein neues MacBook Pro dafür zerlegt und gezielt angeschaut, was Apple an der Tastatur verändert hat. Die Erkenntnisse sind dabei sogar recht vielversprechend - iFixit bestätigt einen Unterschied im Aufbau und im Material, was eine bessere Haltbarkeit bieten könnte. Allerdings wird sich das erst in einem Langzeittest wirklich zeigen. Wie wenig optimistisch Apple übrigens an die Überarbeitung herangeht, zeigt ein kurioser Fakt: Die neuen MacBooks findet man bereits auf der Liste all jener Geräte, die für das Austauschprogramm bei Tastendefekten qualifiziert sind.

Apple MacBook Pro 2019
Ein genauer Blick ...


Apple MacBook Pro 2019
... auf die Tastatur. Fotos: iFixit

Laut iFixit hat es Apple dieses Mal mit einem Tastenschalter versucht, der sich, anders als noch im bereits verbesserten MacBook Pro von 2018, nicht mehr gummiartig anfühlt und jetzt durchsichtig und nicht mehr milchig ist. Die neue Beschaffenheit könnte dazu führen, dass weniger Tipp-Probleme durch Aussetzer oder Dopplungen kommen, die sich auf eine Verklemmung im Tastenschalter zurückführen lassen. Wie gesagt - sicher sagen kann man das erst, wenn die neuen Geräte etwas im Einsatz waren.

Apple MacBook Pro 2019

Metallkuppeln verändert

Apple hat zudem die Metallkuppel auf jeder Taste leicht verändert. Laut iFixit wurde womöglich eine neue Oberflächenbehandlung und/oder eine verbesserte Legierung verwendet.

Technisch gibt es in der neuen Serie sonst keine merklichen Änderungen. Das schlechte Wärmeverhalten und andere Leistungsprobleme früherer MacBook-Modelle wurden demnach wohl nicht durch Designänderungen angegangen. Kühlkörper und Lüfter sehen so aus, als wären sie vom Vorgängermodell übernommen worden, schreibt iFixit.

Es gibt nur einen von zehn Punkten

Auch ansonsten zeigt sich das neue MacBook Pro ähnlich wie seine Vorgänger im iFixit-Teardown. Bei der Einstufung der Reparierbarkeit gibt es nur einen von zehn möglichen Punkten. Geschuldet ist das der fehlenden Austauschbarkeit einzelner Elemente - Prozessor, RAM und Flash-Speicher sind mit dem Logic Board verlötet, das obere Gehäuse umfasst Tastatur, Akku, Lautsprecher und Touch Bar. iFixit hat alles miteinander verklebt vorgefunden, so dass ein Austausch in dieser Baugruppe unmöglich ist.
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